Mörder von Pim Fortuyn soll wieder hinter Gitter

Amsterdam (APA/dpa) - Die niederländische Staatsanwaltschaft will den seit Mai 2014 auf freiem Fuß befindlichen Mörder des Rechtspopulisten ...

Amsterdam (APA/dpa) - Die niederländische Staatsanwaltschaft will den seit Mai 2014 auf freiem Fuß befindlichen Mörder des Rechtspopulisten Pim Fortuyn wieder einsperren. Ein Sprecher der Behörde sagte am Montag in Den Haag, der 46 Jahre alte Mann habe gegen Bewährungsauflagen verstoßen und müsse deswegen mindestens ein Jahr lang wieder hinter Gitter.

Er machte keine Angaben über die Art des Verstoßes oder den voraussichtlichen Termin einer richterlichen Entscheidung. Der Täter hatte den 53 Jahre alten Fortuyn am 6. Mai 2002 vor einem Radiostudio in Hilversum erschossen. Er war zu 18 Jahren Haft verurteilt und nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe wieder freigelassen worden. Unter anderem wurde ihm auferlegt, jeden Kontakt zu Medien oder den Angehörigen Fortuyns zu meiden und sich psychologisch behandeln zu lassen.

Der Mord an Fortuyn wenige Tage vor einer Parlamentswahl, bei der er als Favorit galt, hatte die Niederlande zutiefst erschüttert. Fortuyns Bruder Simon sagte dem niederländischen Fernsehsender NOS am Montag über den Mörder: „Ich freue mich über jede Möglichkeit, ihn wieder hinter Schloss und Riegel zu bringen.“