Insider - Japanischer Atomkonzern JNFL erwägt Einstieg bei Areva
Paris (APA/Reuters) - Der japanische Atomkonzern JNFL denkt laut Insider-Informationen über einen Einstieg beim angeschlagenen französischen...
Paris (APA/Reuters) - Der japanische Atomkonzern JNFL denkt laut Insider-Informationen über einen Einstieg beim angeschlagenen französischen Konkurrenten Areva nach. Bei den Verhandlungen gehe es um einen Minderheitsanteil, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Dienstag. JNFL würde als Ersatz für Kazatomprom kommen. Das Unternehmen aus Kasachstan hatte zunächst ebenfalls ein Auge auf Areva geworfen.
Später verlor Kazatomprom, das vor allem radioaktive Metalle fördert, das Interesse. Zudem führten die französischen Behörden Verhandlungen mit japanischen und chinesischen Investoren über einen gemeinsamen Minderheitsanteil bei Areva im Volumen von rund einer Milliarde Euro, verlautete weiter aus den Kreisen. Die geplante fünf Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung für Areva solle Anfang des nächsten Jahres auf den Weg gebracht werden.
Areva schreibt seit Jahren rote Zahlen. Dem Staatskonzern macht wie der gesamten Branche zu schaffen, dass seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 weniger Atomkraftwerke in Auftrag gegeben werden. Frankreich zerschlägt deshalb Areva. Das Geschäft mit nuklearen Brennstoffen wird abgespalten und in ein neues Unternehmen ausgegliedert.
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