Europas Leitbörsen zur Eröffnung leicht im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Mittwoch etwas schwächer eröffnet. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank ...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Mittwoch etwas schwächer eröffnet. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Abend dominierte Zurückhaltung an den Aktienmärkten.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.35 Uhr bei 3.228,99 Einheiten und notierte damit 0,24 Prozent oder 7,72 Punkte im Minus. Der deutsche Leitindex DAX fiel um 0,17 Prozent oder 19,72 Zähler auf 11.264,93 Punkte. An der Börse London gab der FTSE-100 um 0,24 Prozent oder 16,82 Einheiten auf 6.951,75 Punkte nach.

Marktbeobachter wie Anleger rechnen einhellig damit, dass die Fed ihr Zielband für den Leitzins das erste Mal seit einem Jahr wieder anheben wird. „Eine Erhöhung des Leitzinsbandes um 25 Basispunkte auf 0,50 bis 0,75 Prozent ist sicher“, kommentiert etwa der Analyst Christian Schmidt von der Helaba. Daher gehe es nicht mehr um die Frage, ob die Zinsen heute erhöht werden, sondern wie es im nächsten Jahr weitergehe.

Mit Blick auf Konjunkturdaten stehen am Vormittag in Europa Zahlen zur Industrieproduktion des Euroraums im Oktober am Programm. Analysten prognostizieren einen weiteren Zuwachs. In den USA folgen am Nachmittag dann Zahlen zu den Umsätzen im Einzelhandel und zu den Erzeugerpreisen sowie ebenfalls zur Industrieproduktion, jeweils für November.

Bei den Einzelwerten rutschten Sanofi mit einem Minus von 2,19 Prozent ans untere Ende des Euro-Stoxx-50. Nachdem die Übernahme des Schweizer Biotechunternehmens Actelion durch den US-Konzern Johnson & Johnson (J&J) gescheitert ist, befindet es sich nun nach eigenen Angaben mit einem anderen Unternehmen in Gesprächen über eine „strategische Transaktion“.

Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge handelt es sich um Sanofi. Das französische Unternehmen soll bereit sein, bis zu 30 Mrd. Dollar für Actelion zu bezahlen. Actelion-Aktien gerieten an der Zürcher Börse unterdessen unter Druck unter lagen am Vormittag über 6,6 Prozent im Minus.

Eine andere Transaktion ist hingegen unter Dach und Fach. Vivendi hat seine Beteiligung an der italienischen Mediaset auf 12,3 Prozent aufgestockt. Erst am Montag hatte die Mediengruppe erklärt, rund drei Prozent an der von Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi beherrschten Mediaset zu halten und diesen Anteil „für den Anfang“ auf zehn bis 20 Prozent ausbauen zu wollen. Vivendi-Aktien verloren an der Börse in Paris im Frühhandel 0,75 Prozent.

In Madrid reagierten Inditex-Aktien mit einem Kursabschlag von 0,27 Prozent kaum auf vorgelegte Geschäftszahlen. Die Zara-Mutter ist dank stark steigender Umsätze im Internet und guter Geschäfte in den USA weiter gewachsen. In den ersten neun Monaten ist der Umsatz trotz negativer Folgen des starken Euro um 11 Prozent auf 16,4 Mrd. Euro gestiegen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA089 2016-12-14/09:41