Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Vor der US-Zinsentscheidung am Abend hielt...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Vor der US-Zinsentscheidung am Abend hielten sich die Anleger weitgehend zurück.

Der Nikkei-225 ging wenig bewegt mit einem knappen Plus von 0,02 Prozent bei 19.253,61 Punkten aus dem Handel. Kaum verändert zeigte sich auch der Hang Seng in Hongkong, der 0,04 Prozent auf 22.456,62 Einheiten gewann.

In Sydney fiel das Plus beim australischen All Ordinaries Index mit 0,70 Prozent auf 5.639,70 Einheiten etwas deutlicher aus.

In Shanghai und Mumbai setzte es hingegen Verluste. Der Shanghai Composite verlor 0,46 Prozent auf 3.140,53 Punkte. Der indische Leitindex Sensex 30 tendierte zuletzt mit einem Minus von 0,38 Prozent bei 26.596,46 Zählern

Geht es nach den meisten Analysten, dürfte die Zinsentscheidung in den USA eine klare Sache werden: Am Markt wird nahezu einhellig eine Anhebung des Leitzinsbandes um 25 Basispunkte von 0,25 bis 0,50 Prozent auf 0,50 bis 0,75 Prozent erwartet. Die Anleger hoffen allerdings auch bereits auf Hinweise auf das weitere Vorgehen der Währungshüter im kommenden Jahr.

Die Zinsentscheidung ist die erste, seit Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl gewonnen hat. Da Trump höhere Staatsausgaben für Infrastruktur und gleichzeitig umfassende Steuersenkungen angekündigt hatte, rechnen viele Anleger mit einem Anziehen der Inflation während Trumps Präsidentschaft. Dies spiegelt sich auch in gestiegenen Renditen bei US-Staatsanleihen seit der Wahl wider. Höhere Inflationsraten könnten die Fed unter Druck bringen, die Zinsen schneller zu erhöhen als bisher gedacht.

Vor dem Hintergrund der US-Zinsenentscheidung beeinflussten Stimmungsdaten aus der japanischen Großindustrie den Handel kaum. Zwar stieg der von den japanischen Notenbank ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionskonzerne im Dezember auf plus 10 nach plus 6 drei Monate zuvor, was der erste Zuwachs seit sechs Quartalen war. Bezüglich der weiteren Aussichten bleiben die Manager in Japan jedoch weiter vorsichtig.

Bei den Einzelwerten wurden in Tokio Aktien von Elektronik- und Technologieunternehmen stark nachgefragt. So stiegen Pioneer als größte Gewinner im Nikkei-225 um 4,07 Prozent und Toshiba und legten ebenfalls im Spitzenfeld des Index um 2,95 Prozent zu. Deutlich fester notierten außerdem die Papiere des Halbleiterunternehmens Sumco mit einem Plus von 2,44 Prozent und die Titel des Telekom und IT-Konzerns Softbank mit einem Kursaufschlag von 2,41 Prozent.

In Sydney stiegen Aktien der Tatts Group nach einem Übernahmeangebot durch ein Investorenkonsortium sehr deutlich um 8,45 Prozent an. Das Angebot des Konsortiums rund um den Finanzdienstleister Macquarie für den Glücksspielkonzern steht in Konkurrenz zu einem bereits im Oktober erfolgten, aber niedrigerem Übernahmeangebot von Australiens größtem Buchmacher Tabcorp. Dessen Aktien verloren 0,86 Prozent.