Linz AG will Anteile an Landesenergieversorger Energie AG verkaufen

Linz (APA) - Die Vorstellungen des Linzer Bürgermeisters Klaus Luger (SPÖ) und des oö. LH Josef Pühringer (ÖVP) über die Zukunft der Verflec...

Linz (APA) - Die Vorstellungen des Linzer Bürgermeisters Klaus Luger (SPÖ) und des oö. LH Josef Pühringer (ÖVP) über die Zukunft der Verflechtungen der städtischen Linz AG mit der Energie AG - zu 52,45 Prozent in Landesbesitz - gehen weit auseinander. Luger möchte den 10,3-Prozent-Anteil der Linz AG an der Energie AG verkaufen, Pühringer hielte einen Einstieg der Energie AG bei der Linz Strom für sinnvoller.

Im Interesse der Stadt Linz sei es, „möglichst schnell eine Verlustbeteiligung zu beenden“, sagte Luger zur APA. Die Stadt habe mit der Energie AG in 4 Jahren rund 50 Mio. Euro verloren. Er werde Anfang kommenden Jahres mit einer Kaufoption an das Land, das ein Vorkaufsrecht hat, herantreten. „Wenn Linz seine Energie-AG-Anteile verkauft, werden wir sie kaufen“, sagte Pühringer in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Mittwoch, nachdem die „OÖN“ das in einem Artikel thematisiert hatten. Ob man sie behalte oder an einen der anderen Anteilseigner weiterveräußere, werde sich zeigen. Er halte aber den Weg des Trennens für falsch.

„Wenn es drum geht, dass Linz zu Geld kommt“, sei nach Ansicht Pühringers ein Einstieg der EAG bei der Linz Strom vernünftiger. Luger steht dem Vorschlag ablehnend gegenüber. „Der Strombetrieb und unsere Netze sind ein nicht sinnvoll herauslösbarer Teil der Linz AG“, argumentiert er. Kooperationen wie bereits im Stromvertrieb kann er sich sehr wohl vorstellen. „Wir sollten Fusion und Reformen zu einem Zeitpunkt angehen, wo wir sie gestalten können, nicht erst wenn sie uns vom Markt aufgezwungen werden“, erklärte der LH. Es komme ihm nicht auf Vorstandsposten oder bestimmte Anteile an. Experten sähen Energie AG und Linz Strom gemeinsam noch als „grenzwertige Größe“, aber geteilt würden es die Energieversorger schwer haben am Markt.

Zur erwarteten Abwertung der Energie-AG-Aktien meinte Pühringer: „Wir wissen alle, dass am Energiemarkt die Werte nicht steigen.“ Mit einer Abwertung von 19 Prozent sei man bei der Energie AG noch gut davon gekommen, andere seien schlimmer dran, etwa die EVN mit 84 Prozent. Es sei klar, dass der Strompreis nach unten tendiere. Er sehe die Zukunft bei der Digitalisierung.

~ WEB http://www.energieag.at ~ APA281 2016-12-14/13:11