OPEC förderte im November vor Kürzungs-Einigung noch „volles Rohr“

Wien (APA) - Im November, vor der Finalisierung der Einigung auf eine Ölförderkürzung ab Anfang 2017, haben die Mitglieder der Organisation ...

Wien (APA) - Im November, vor der Finalisierung der Einigung auf eine Ölförderkürzung ab Anfang 2017, haben die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) noch einen weiteren neuen Produktionsrekord aufgestellt. Die Förderung stieg im Schnitt von 33,72 Mio. Fass täglich im Oktober auf 33,87 Mio. Barrel/Tag, geht aus dem neuen OPEC-Monatsbericht von Mittwoch hervor.

Die Daten basieren auf Sekundärquellen, da die direkt erfragten Produktionsdaten für mehrere Mitglieder, darunter auch den Iran, für November ausstehen. Schon im Oktober war ein Förderrekord aufgestellt worden, denn im September hatten die Kartellmitglieder nicht mehr als 33,45 Mio. Barrel/Tag im Tagesschnitt produziert.

Saudi-Arabien, die weltgrößte Fördernation, die mehr als ein Zehntel der globalen Produktion an schwarzem Gold stellt, holte im November nach den Sekundärdaten im Tagesschnitt 10,51 Mio. Fass Öl aus dem Boden, laut der direkten Kommunikation mit Riad sogar 10,72 Mio. Barrel. Das zweitgrößte Volumen der OPEC-Staaten stellte der Irak, laut Sekundärquellen 4,56 Mio. Fass täglich, gemäß Direktinformationen 4,80 Mio. Barrel pro Tag.

Laut der kürzlich in Wien finalisierten Produktionsbremse, bei der elf der 14 OPEC-Staaten mitmachen, soll Saudi-Arabien ab Jänner nur noch 10,05 Mio. Fass pro Tag produzieren, der Irak 4,35 Mio. Barrel. Als einzigem Mitgliedsland wurde dem Iran eine leichte Ausweitung auf 3,79 Mio. Fass/Tag zugestanden, zuletzt hat der Iran laut Angaben aus Sekundärquellen im Tagesschnitt 3,70 Mio. Barrel produziert. Nigeria und Libyen sind von einer Anpassung befreit. Indonesien legte seine Mitgliedschaft vorübergehend auf Eis - so sollen die 14 OPEC-Staaten insgesamt ab Jänner nur noch 32,53 Mio. Fass/Tag fördern, damit sich die Preise auf höherem Niveau stabilisieren.

Für 2017 geht die OPEC wie schon im Vormonat von einem weltweiten Anstieg der Ölnachfrage von 1,22 Prozent auf 95,56 Mio. Fass pro Tag aus. Heuer soll der Verbrauchszuwachs 1,33 Prozent auf 94,41 Mio. Barrel pro Tag im Durchschnitt ausmachen. Allein ein Neuntel des Weltöls verbraucht China, Europa fast ein Siebentel.