Gerichtssplitter

Kellner dealte mit Kokain

In Tirol ist derzeit viel Kokain in Umlauf sagen Suchtexperten.
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Die Justiz herausgefordert hatte ein Kitzbüheler Kellner. Obwohl bereits wegen Drogenhandels vor Gericht, hatte er genau drei Tage nach sein...

Die Justiz herausgefordert hatte ein Kitzbüheler Kellner. Obwohl bereits wegen Drogenhandels vor Gericht, hatte er genau drei Tage nach seiner Verurteilung wieder angefangen, Kokain zu verkaufen. Verteidigerin Eva Kathrein rechtfertigte dies gestern am Landesgericht mit der Finanzierung der eigenen Sucht. Der Kellner zu Richterin Helga Moser: „Ich war da voll in der Szene und bin selbst reingeschlittert. Die Gastronomie ist da ein beinharter Job.“ Den „schnellstmöglichen Rückfall“ verzieh das Gericht dem Mann jedoch trotzdem nicht. So erging ein Jahr Haft und der Widerruf von einst bedingt ausgesprochenen 540 Euro. Dazu muss der dealende Kellner 9900 Euro – den Umsatz seiner Kokaingeschäfte – an die Republik abliefern. Verteidigerin Kathrein beantragte Therapie statt Strafe.

Mit einer Strafe von zur Hälfte bedingten 800 Euro ist gestern hingegen ein „Waffennarr“ davongekommen. Der Sammler aus Innsbruck hatte von Ausflügen nach Tschechien Sturmgewehre und Maschinenpistolen mitgenommen – obwohl teils nicht funktionsfähig, laut Sachverständigem verbotene Waffen nach dem Kriegsmaterialiengesetz. (fell)