Nationalrat: Palmöl-Dringliche 2 - Rupprechter wiegelt ab
Wien (APA) - Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) hat bezüglich der Palmöl-Sorgen des Team Stronach beschwichtigt. In der Beantwo...
Wien (APA) - Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) hat bezüglich der Palmöl-Sorgen des Team Stronach beschwichtigt. In der Beantwortung der „Dringlichen Anfrage“ des Stronach-Klubs argumentierte er, dass der Trend der Exporte nach Österreich rückläufig sei. Den Preisverfall landwirtschaftlicher Produkte in Österreich auf Palmöl zurückzuführen, wäre ohnehin falsch.
Hervorgehoben wurde von Rupprechter, dass gerade in Österreich wieder vermehrt Butter zum Einsatz komme. Bestritten wurde vom Minister, dass im österreichischen Bio-Diesel Palmöl beigemengt werde.
Rupprechter warnte auch vor einer völligen Abschottung Österreichs am Agrarsektor. Das wäre sowohl für die Wirtschaft als auch für den Konsumenten der falsche Weg. Der Minister will auch nicht die vom Team Stronach geforderte Palmölreduktionsstrategie erarbeiten. Ein Alleingang einzelner Staaten der EU wäre weder zweckmäßig noch zielführend. Keine Hinweise hat Rupprechter darauf, dass auf Palmölplantagen Menschenrechte verletzt würden oder Kinderarbeit stattfinde.
Team Stronach-Landwirtschaftssprecher Leopold Steinbichler hatte davor in der Begründung der „Dringlichen“ seinen Feldzug gegen das Palmöl fortgesetzt. Bei der Rodung der Regenwälder werde „die ganze Tierwelt ausgeräuchert“, vom Nashorn bis zum Elefanten. Konzerne würden dabei zweistellige Renditen am Rücken der örtlichen Bevölkerung aber auch der europäischen Bevölkerung, speziell der österreichischen Bauern erzielen.
Wie schon am Vortag warb Steinbichler dafür, in Europa Palmöl durch Butterschmalz zu ersetzen. Dafür bräuchte man 31 Millionen Kühe zusätzlich, was ein „Wirtschaftswunder“ auslösen würde. Profitieren könnten Bau- und Elektroindustrie sowie regionale Firmen. Statt im Regenwald zu spekulieren, könne man dann direkt vor der Haustüre investieren.
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