Wien

Keine Parkplätze: Ikea verspricht Vorreiterprojekt am Westbahnhof

Andreas Matthä (Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG) und Viera Juzova (Ikea Österreich) vor dem "blauen Haus" in Wien.
© ÖBB

Der schwedische Möbelriese hat den Zuschlag für das „blaue Haus“ der ÖBB am Wiener Westbahnhof bekommen. Daraus soll nun ein innovatives Einrichtungshaus entstehen, das vor allem auf Kunden ohne Auto abzielt.

Wien – ) - Ikea verspricht, am Wiener Westbahnhof ein europäisches Vorreiterprojekt zu entwickeln – da der neue Standort ohne eigene Parkplätze auskommen soll. „Wir versuchen, ein Konzept für ein innovatives, umweltfreundliches Innenstadteinrichtungshaus für Wien zu entwickeln“, kündigte Viera Juzova, die Country Managerin von Ikea-Österreich, in einer Aussendung an.

„Der Standort Westbahnhof mit seiner Lage und der perfekten Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist dafür ideal. Daher freuen wir uns, dass Ikea den Zuschlag in diesem Ausschreibungsverfahren bekommen hat“, betonte Juzova.

Die Entscheidung, dass das - wenig überraschend ob seiner Farbe so genannte - „blaue Haus“ am Westbahnhof an das schwedische Möbelhaus geht, ist laut dem bisherigen Eigentümer ÖBB heute, Mittwoch, gefallen. Mit Ikea habe man einen attraktiven Käufer gewonnen: „Ich bin überzeugt, dass Ikea dort ein spannendes Konzept realisieren kann und damit das gesamte Einzugsgebiet positiv beleben wird“, erklärte ÖBB-Vorstandschef Andreas Matthä.

Mit der „zentralen, innovativen, innerstädtischen Lage“ würden die ÖBB am Westbahnhof über einen Top-Standort für die Weltmarke verfügen. Dadurch werde auch die Attraktivität des Shoppingcenters am Bahnhof und des Einzugsgebiets auf der äußeren Mariahilfer Straße weiter erhöht, hieß es.

Die Angebotseröffnung für das Gebäude erfolgte am 18. November. Laut ÖBB haben „rund zehn Bieter“ ein konkretes Angebot abgegeben, die alle nach quantitativen und qualitativen Kriterien geprüft worden seien: „Aufgrund der zu erwartenden Frequenzen sowie der positiven Verstärkung des strategischen Mixes des Centers und aufgrund des preislichen Höchstgebotes konnte sich Ikea als Bestbieter durchsetzen.“ Wie viel die Immobilie gekostet hat, wurde nicht verraten. (APA)