Ärzteprotest - Rund 70 Teilnehmer bei Versammlung in Eisenstadt
Wien/Eisenstadt (APA) - In Eisenstadt haben sich am Mittwochnachmittag rund 70 Ärzte zu einer Informationsveranstaltung über die von der Sta...
Wien/Eisenstadt (APA) - In Eisenstadt haben sich am Mittwochnachmittag rund 70 Ärzte zu einer Informationsveranstaltung über die von der Standesvertretung kritisierte Gesundheitsreform versammelt. In einer einstimmig beschlossenen Resolution deponierten die Mediziner ihre Forderungen an die Politik.
Mit der Resolution spreche man sich gegen eine Deckelung der Gesundheitsausgaben und gegen die Aufweichung der Arbeitszeitenhöchstgrenzen für Spitalsärzte aus. Gefordert werden weiters der Erhalt und die Weiterentwicklung der wohnortnahen Versorgung durch Hausärzte und niedergelassene Fachärzte sowie die Einbindung der Ärzteschaft bei der Planung im Gesundheitswesen, sagte Ärztekammerpräsident Michael Lang bei der Versammlung.
Für den Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, Michael Schriefl, sind die geplanten Primärversorgungszentren für das Burgenland „denkbar ungeeignet“. Allgemeinmediziner Christian Euler sagte, die Reform sei „ein Schritt um hundert Jahre zurück.“ Schriefls Stellvertreterin in der Kurie, Gertrude Winhofer, meinte bei der Versammlung, sie habe das Gefühl, dass es im Gesundheitsministerium Leute gebe, die eine „Ärzte-Neurose“ hätten.
Laut Lang waren im Burgenland rund 60 Ordinationen geschlossen, welche am Mittwoch regulär offen gehabt hätten. In den Spitalsambulanzen habe es keine besonderen personellen Verstärkungen gegeben, hieß es aus der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten Gesellschaft m.b.H.) - mit dem Hinweis, dass im Hinblick auf die Öffnungszeiten am Mittwoch im Burgenland ohnedies ein Großteil der Arztpraxen geschlossen sei.
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