Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich vor der Leitzinsentscheidung in den USA kaum aus der Decku...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich vor der Leitzinsentscheidung in den USA kaum aus der Deckung getraut. Der DAX beendete den Handel am Mittwoch 0,35 Prozent tiefer bei 11.244,84 Punkten.

Die US-Notenbank Fed dürfte nach der weltweiten Finanzkrise, die ab 2007 ihren Lauf nahm, nun zum zweiten Mal den Leitzins anheben. Ein kleiner Zinsschritt in Höhe von 25 Basispunkten gilt am Markt bereits als eingepreist. Aus Expertensicht ist es daher interessanter zu erfahren, welchen Kurs die Fed im kommenden Jahr einschlagen will. So rechnen viele Experten 2017 etwa mit zwei weitere Zinserhöhungen.

Noch am Dienstag hatte der DAX bei 11.300 Punkten einen weiteren Höchststand seit einem Jahr erreicht und seit seinem Zwischentief bei rund 10.400 Punkten Anfang des Monats 8,5 Prozent hinzugewonnen. Mittlerweile häufen sich deshalb die Warnungen von Börsenfachleuten vor einer Überhitzung des Marktes und einer Korrektur im noch intakten Aufwärtstrend.

Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor am Mittwoch 0,62 Prozent auf 21.634,03 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es um 0,57 Prozent auf 1.740,04 Punkte abwärts.

Unter den Einzelwerten am deutschen Markt standen vor allem Aktien aus der zweiten Reihe im Fokus. Sorgen um eine mögliche Haftung für Altlasten der Hypo Real Estate (HRE) führten zeitweise zu einem fast 13-prozentigen Kurseinbruch bei der Deutschen Pfandbriefbank (PBB). Mit minus 7,5 Prozent gingen die Papiere der HRE-Rechtsnachfolgerin dann aus dem Handel. Möglicherweise muss die PBB für Verluste von umgerechnet 134 Millionen Euro durch ausgelagerte HRE-Kredite haften, was die Aussichten auf eine von Anlegern erwartete Sonderdividende kräftig trübte.

Die Steinhoff-Papiere gerieten nach der Bekanntgabe von Fusionsplänen unter Druck und büßten schließlich knapp 7 Prozent ein. Allerdings sind die Aktien des Möbelhändlers stark gelaufen und hatten seit Anfang des Monats um 22 Prozent zugelegt.

Metro belegten dagegen nach vorgelegten Geschäftsjahreszahlen und Dividendenaussagen die MDAX-Spitze mit plus 3,6 Prozent und erreichten den höchsten Stand seit einem Jahr.

Im TecDAX büßten die Anteilsscheine von Wirecard nach einem negativen Kommentar der Investmentbank Morgan Stanley zur Wachstumsqualität des Zahlungsabwicklers fast 4 Prozent ein.

Eine Kaufempfehlung der Bank HSBC trieb dagegen die Aktien von Carl Zeiss Meditec um bald 5 Prozent hoch. Die Expertise in der Lasertechnologie werde das Umsatzwachstum des Medizintechnikunternehmens weiter in Schwung halten, hieß es.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA518 2016-12-14/18:24