Teheran gratuliert syrischer Regierung zur „Befreiung“ von Aleppo
Damaskus (APA/AFP) - Der Iran hat der syrischen Regierung zur weitgehenden Eroberung des Ostteils von Aleppo gratuliert. Verteidigungsminist...
Damaskus (APA/AFP) - Der Iran hat der syrischen Regierung zur weitgehenden Eroberung des Ostteils von Aleppo gratuliert. Verteidigungsminister Hussein Dehghan telefonierte am Mittwoch mit seinem syrischen Kollegen Fahd Jssem al-Freij, um ihm zu den „Siegen der syrischen Armee und der Widerstandskräfte bei der Befreiung der Stadt Aleppo aus den Händen takfirischer Terroristen“ zu gratulieren.
Der Begriff „Takfiri“ wird im mehrheitlich schiitischen Iran für sunnitische Extremistengruppen wie Al-Kaida oder die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) benutzt. Der Iran ist ein enger Verbündeter des syrischen Staatschefs Bashar al-Assad. Den syrischen Regierungstruppen war es in den vergangenen Tagen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe sowie schiitischer Milizen unter anderem aus dem Iran gelungen, den seit 2012 von den Rebellen gehaltenen Ostteil Aleppos fast vollständig zurückzuerobern.
Die iranische Regierung wertet den Vormarsch der syrischen Regierungstruppen auch als Beleg für ihren wachsenden Einfluss in der Region. Der künftige US-Präsident Donald Trump müsse „akzeptieren, dass der Iran die Führungsmacht in der Region ist“, erklärte der außenpolitische Berater des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Khamenei, Jahja Zafawi.
Das Bündnis zwischen dem Iran, Russland, Syrien und der libanesischen Hisbollah-Miliz habe zur „Befreiung von Aleppo“ geführt, wurde Zafawi auf der Internetseite der iranischen Revolutionsgarden, sepahnews.com, zitiert. Als nächstes werde nun die irakische IS-Hochburg Mossul (Mosul) „befreit“.
Der Iran bestreitet, eigene Bodentruppen in Syrien zu haben. Offiziere der Revolutionsgarden sind der offiziellen Darstellung zufolge lediglich als Militärberater in Syrien tätig. Nach Angaben Teherans werden darüber hinaus aber Freiwillige, die meisten von ihnen Rekruten aus Afghanistan, nach Syrien und in den Irak geschickt, um dort gegen sunnitische Extremistengruppen wie die IS-Miliz zu kämpfen. Iranische Freiwillige sind demnach nur für den Schutz schiitischer Heiligtümer zuständig.
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