Die bringt 2017

Wien (APA) - An allzu viel Neues müssen sich die Österreicher 2017 nicht gewöhnen, was politisches Personal angeht. Allerdings gibt es ab En...

Wien (APA) - An allzu viel Neues müssen sich die Österreicher 2017 nicht gewöhnen, was politisches Personal angeht. Allerdings gibt es ab Ende Jänner immerhin ein neues Staatsoberhaupt. Dazu dürfte der ein oder andere Bischof kommen. Schließlich wird nach Präsidenten im VfGH und im Gemeindebund gesucht.

Mit der Angelobung am 26. Jänner ist es endlich so weit. Dann wird Österreich wieder ein Staatsoberhaupt haben, das von der Hofburg aus das Geschehen im Lande mitlenkt. Alexander Van der Bellen ist der erste Grüne, dem diese Ehre zuteil wird.

Erst vergeben werden 2017 zwei andere wichtige Präsidentenämter. Da VfGH-Präsident Gerhart Holzinger die Altersgrenze 70 erreicht, muss die Koalition nach einem Nachfolger suchen. Kandidaten für den Posten gibt es etliche, sowohl intern als auch extern. Genannt wurde immer wieder einmal die ehemalige Justizministerin Maria Berger (SPÖ), aus dem Höchstgericht selbst gilt etwa Christoph Grabenwarter als möglicher Präsident.

Eine lange Ära endet im Gemeindebund. Präsident Helmut Mödlhammer, der immerhin seit 1999 im Amt war, übergibt an einen Nachfolger. Dieser kann nur aus dem Bereich der Landesvorsitzenden kommen. Als Optionen gelten beispielsweise der Tiroler Bürgermeister von Sölden Ernst Schöpf, der Niederösterreicher Alfred Riedl und der Oberösterreicher Hans Hingsamer.

Neue Gesichter bringt 2017 der katholischen Kirche. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun muss aus Altersgründen abdanken und könnte von Generalvikar Hansjörg Hofer ersetzt werden. Langsam an der Zeit wäre es auch, die Nachfolge des nach Linz abgewanderten Manfred Scheuer in Tirol zu klären. Favorit hat sich hier bisher keiner herauskristallisiert. Schließlich ist noch ein Wechsel in St. Pölten möglich, wo Bischof Klaus Küng an sich längst das Alterslimit von 75 überschritten hat und seither quasi nur noch provisorisch amtiert. Potenzielle Nachfolger gibt auch hier zuhauf, etwa Columban Luser, Abt des Stifts Göttweig, oder Bischofsvikar Gerhard Reitzinger.

Schon fix ist, wer im kommenden Jahr den Vorsitz in der Landeshauptleute-Konferenz führen wird. Im ersten Halbjahr ist es der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), im zweiten der Vorarlberger Markus Wallner (ÖVP). Der Bundesrat bekommt mit der Tirolerin Sonja Ledl-Rossmann (ÖVP) bis Ende Juni eine weibliche Präsidentin, der auch noch die Ehre zufällt, ihren näheren Landsmann Alexander Van der Bellen als Bundespräsidenten anzugeloben. Das zweite Halbjahr fällt der Vorsitz an Vorarlberg, das aller Voraussicht nach Edgar Mayer (ÖVP) zum Chef der Länderkammer machen wird.

Gewählt wird 2017 auch, und zwar in Graz und in der ÖH. Während in der steirischen Landeshauptstadt voraussichtlich Siegfried Nagl (ÖVP) sein Bürgermeister-Amt bewahren wird, ist in der Hochschülerschaft noch unklar, wer dort künftig das Sagen hat. Schließlich ist es noch möglich, dass sich nach den Gemeinderatswahlen im Burgenland das ein oder andere neue Bürgermeister-Gesicht zeigen wird.