Handball

Ein Wegweiser, kein Drama für Schwazer Handballer

Wer packt heute wen beim „Krawattl“? Beim 27:21-Heimsieg am 21. Oktober hielt sich Sparkasse Schwaz Handball Tirol mit Anton Prakapenia (r.) die Harder letztlich sehr erfolgreich vom Leib.
© Hammerle

Für einen starken Grunddurchgang will sich Sparkasse Schwaz Handball Tirol heute (19 Uhr) in Hard belohnen. Ein Punkt beim Serienmeister würde für die Top fünf reichen.

Von Alex Gruber

Innsbruck –„Alles ist möglich, aber fix is nix“, lautet die Ausgangslage aus Sicht von Tirols Handballern vor der letzten Runde im Grunddurchgang. Aus eigener Kraft hat man einen Platz im oberen Play-off mit einem Punktgewinn sicher, bei einer Niederlage darf Krems gegen West Wien keinen Zähler einfahren. Von einem Bregenzer Sieg in Bruck geht jeder aus. Im Falle einer Niederlage gilt erklärend: Bei Punktegleichheit werden die direkten Duelle in der Tabelle schlagend und hätten die Knappenstädter sowohl gegen West Wien, Bregenz und Krems das Nachsehen.

Genug gerechnet – oder wie Sportkoordinator Thomas Lintner sagt: „Mit 21 Punkten im Grunddurchgang haben wir schon Schritte in die richtige Richtung gesetzt.“ Soll heißen, dass es heute mit Sicherheit nicht um „Leben oder Sterben“ geht. Es geht viel mehr darum, mit wem man sich nach dem Grunddurchgang messen darf. „Wir wollen uns mit den Besten messen“, stellt Coach Raul Alonso diesbezüglich ohnehin schon seit seinem Amtsantritt klar. Und: „Wir verändern unsere Taktik nicht, wollen seit Beginn der Saison jedes Spiel gewinnen“, hält der Spanier einmal mehr fest. Das Heimspiel gegen den Serienmeister aus Vorarlberg (2012–’15) war mit einem 27:21-Sieg ein echtes Highlight. Und die Harder müssen zwei Tage später im Cup-Achtelfinale gegen Bregenz ran. Vielleicht spielt da auch wer mit den Kräften.

Spekulationen lassen Alonso kalt. Der 37-Jährige hält sich lieber den Prozess vor Augen: „21 Punkte zeigen, dass wir in den letzten eineinhalb Jahren gut gearbeitet haben.“ Natürlich wolle man jetzt in den Top five bleiben: „Wir wünschen uns das alle. Oberes Play-off zu spielen, wäre eine gute Zwischenetappe, aber davon hängt nicht die ganze Saison ab.“

Bis zum Saisonende wird noch viel Wasser den Inn hinunterfließen. Die Schweißperlen des heutigen Spiels signalisieren aber dennoch eine besondere Bedeutung: Wer hält den Druck so einer echten Schnittpartie aus? Wer hat das Siegergen? „Für die jungen Spieler sind solche Spiele eine wichtige Erfahrung, um sich auch in der Persönlichkeit weiterzuentwickeln“, weiß Alonso. Psychologisch soll das Wollen klar vor dem Müssen kommen. An die 40 Anhänger werden im Fan-Bus oder privaten Pkw ins Ländle reisen.