EBEL

Haie-Stürmer Sedivy feilt im Glauben ans Ganze an Details

Der Knoten ist noch nicht geplatzt – Ondrej Sedivy punktet aber als Teamplayer.
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Im wichtigen Duell der Tabellennachbarn in Villach wollen die Haie heute (19.15 Uhr) zurück auf die Siegerstraße finden. Ondrej Sedivy blickt nach oben.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Haie-Angreifer Ondrej Sedivy nimmt im Mannschaftsbus heute wieder neben Tyler Spurgeon Platz. Der Kapitän ist in gewisser Weise (s)ein Mentor, einer, der mit dem Tschechen wie viele andere auch an seinen Englisch-Kenntnissen feilt. „Sei nicht schüchtern, sprich einfach drauflos“, lautet in Sachen Fremdsprache das Rezept von Sedivy. Die ausbleibenden Punkte – der 27-jährige Angreifer hält erst bei zwölf (vier Tore/acht Assists) – gaben ihm speziell zu Beginn der Saison schon zu knabbern. Zuletzt ließ er gegen Znojmo einige Hochkaräter liegen.

„Es ist mein Fehler, wenn ich nicht treffe. Ich versuche herauszufinden, was es ist, und glaube weiter an mich“, sagt Sedivy, der von seinen Kollegen Unterstützung erfährt. „Wir sind eine unglaubliche Haie-Familie. Jeder kümmert sich um mich.“ Die (Nest-)Wärme möchte der vielleicht billigste Legionär zurückzahlen. Ohne dabei zu verkrampfen. Denn Kollege Spurgeon hat in Sachen erzielter Treffer gesprochen: „Es läuft so im Hockey – es gibt Phasen, da läuft alles, und Phasen, da läuft weniger.“

Sedivy läuft ohnehin immer, schmeißt sich in Unterzahl hinein und glänzt auch mit technischer Raffinesse. Im Wissen, dass jetzt 14 Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs die „Crunch-Time“ begonnen hat: „Jetzt ist es harte Arbeit. Das Play-off ist dann oft schon ein Geschenk.“ Der Tscheche glaubt weiter fest an einen Platz unter den Top sechs, interpretiert die Botschaft der letzten drei Niederlagen positiv: „Wir haben die kleinen Dinge vermisst. Wenn die wieder jeder richtig macht, wird etwas ganz Großes daraus.“ Mit der Geburt der ersten Tochter steht Ondrej und Gattin Suzanna Ende Februa­r privat etwas ganz Großes ins Haus.