Gesellschaft

Kettenanlegeplatz soll Winterchaos verhindern

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An der Eibergstraße errichtete das Baubezirksamt einen Kettenanlegeplatz, der auch als Polizei-Kontrollstelle dienen wird.

Kufstein, Söll –Noch ist zwar kein Schnee in Sicht, aber bei Polizei, Baubezirksamt und Bezirkshauptmannschaft ist man sicher: Er kommt bestimmt, wenn nicht heuer, dann eben nächstes Jahr. Und wenn entsprechend viel Schnee fällt, ist es nicht immer nur ein weißer Segen, der von oben kommt. Besonders nicht für Autofahrer und schon gar nicht auf der Eibergbundesstraße.

Jahr für Jahr muss auf der B 173 eine Kettenpflicht verhängt werden – und nicht immer nur für Lkw, sondern auch für Pkw. „Oft sind Autofahrer aus anderen Staaten mit Sommerreifen unterwegs. Zumindest haben sie meist Schneeketten dabei“, weiß Kufsteins Bezirkspolizeikommandant Walter Meingassner zu berichten.

Für das Kettenanlegen braucht es aber einen Platz. Die bisherigen Kettenanlegeplätze an der B 173 waren nicht nur nicht besonders groß, sondern auch durch ihre Lage unmittelbar nach dem Kreisverkehr in Kufstein nicht ideal. „Viele Einheimische, die nur bis Schwoich fahren, legen keine Ketten an, weil sie wissen, dass die Steigung erst später kommt. So mancher Urlauber sieht das, macht es ihnen nach und bleibt dann zwischen dem Eiberg-Zementwerk und der Steinernen Stiege immer wieder hängen. Dann müssen die Kolleginnen und Kollegen die Fahrzeuge händisch anschieben“, sagt Meingassner.

Polizei und Baubezirksamt gingen auf die Suche nach einem Platz und wurden bei Kilometer 6,2 fündig. Nicht weit von der ersten Steigung der viel befahrenen Straße. Hier befand sich bereits ein kleiner Parkplatz des Baubezirks­amts, der nun ausgebaut und mit einem Schranken sowie mit Licht versehen wurde. An die 200.000 Euro flossen für die Bauarbeiten, wie Erwin Obermaier und Jürgen Wegscheider vom Baubezirksamt berichten. Der rund 70 Meter lange Platz steht übrigens nicht nur für zum Kettenanlegen zur Verfügung. Die Polizei plant, hier auch Kontrolltätigkeiten durchzuführen.

Die Eibergstraße ist besonders im Winter in Richtung Söllandl zu den großen Skigebieten viel befahren. So werden im Winter bis zu 20.000 Fahrzeuge zu Spitzenzeiten gezählt. (wo)