Mitterlehner warnt Großbritannien vor „Rosinenpicken“ bei Brexit
Brüssel (APA) - Vizekanzler Reinhold Mitterlehner hat davor gewarnt, Großbritannien beim Brexit zu viele Sonderwünsche zuzugestehen. Ein „Ro...
Brüssel (APA) - Vizekanzler Reinhold Mitterlehner hat davor gewarnt, Großbritannien beim Brexit zu viele Sonderwünsche zuzugestehen. Ein „Rosinenpicken“ vonseiten des Vereinigten Königreichs dürfe es nicht geben, sagte Mitterlehner nach einem Treffen mit dem Brexit-Verhandler der EU, Michel Barnier, am Donnerstag beim EVP-Treffen am Rande des EU-Gipfels in Brüssel.
„Wir wollen ein Ergebnis, das eine Balance zwischen der Europäischen Union und den Briten ermöglicht, ohne Freiheiten und Interessen einzuschränken“, erklärte der ÖVP-Chef nach Angaben seines Sprechers.
„Wir haben über den Zeitplan, die Kernelemente des Austrittsabkommens und das neue Verhältnis zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich gesprochen. Für uns ist das auch deswegen relevant, weil Österreich aus heutiger Sicht die finale Phase im Rahmen der EU-Präsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 entscheidend begleiten wird“, sagte Mitterlehner.
Die Staats- und Regierungschefs der verbleibenden 27 EU-Staaten wollen am Abend nach dem EU-Gipfel über das Brexit-Prozedere beraten. Barnier hatte kürzlich erklärt, die Verhandlungen müssten bereits im Oktober 2018 enden, wenn London wie geplant im März 2017 den Austrittsantrag stellt. Die tatsächlichen Verhandlungen würden kürzer als die im EU-Vertrag vorgesehenen zwei Jahre sein.
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