EU und IOM starten neuen Flüchtlingsfonds für Afrika

Brüssel (APA/AFP) - Die EU und die Internationale Organisation für Migration (IOM) haben zusammen mit Deutschland und Italien einen mit 100 ...

Brüssel (APA/AFP) - Die EU und die Internationale Organisation für Migration (IOM) haben zusammen mit Deutschland und Italien einen mit 100 Millionen Euro ausgestatteten Fonds zum Schutz von Flüchtlingen in Afrika gestartet. Mit dem Geld soll bedürftigen Flüchtlingen auf den Routen Richtung Mittelmeer geholfen werden, wie beide Organisationen am Donnerstag mitteilten.

Die Mittel dienen aber auch einer möglichen Rückreise von Flüchtlingen aus Transitstaaten in ihre Heimatländer und ihrer Wiedereingliederung.

Deutschland zahlt mit 48 Millionen Euro fast die Hälfte des Gesamtbetrags in den Fonds ein, weitere 22 Millionen Euro kommen von Italien. Das Projekt richtet sich an 14 Länder, die auf der Flüchtlingsroute zum Mittelmeer liegen: Staaten der Sahelzone, der Region um den Tschadsee und angrenzende Länder wie Libyen.

Die Route über das nordafrikanische Land nach Italien ist inzwischen wieder zur Hauptroute nach Europa geworden. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshochkommissariates UNHCR kamen in diesem Jahr bis Anfang Dezember bereits mehr als 175.000 Menschen in das südliche EU-Land.

Die Flüchtlingskrise und die Zusammenarbeit mit den afrikanischen Herkunfts- und Transitstaaten sind auch Thema beim EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel. Dabei geht es unter anderem um die sogenannten Migrationspartnerschaften mit afrikanischen Ländern.

~ WEB www.iom.int ~ APA409 2016-12-15/14:40