Formel 1: Rosberg-Nachfolger 2 - Sainz erhält keine Freigabe

Brackley (APA/dpa) - Williams soll dem Vernehmen nach ein erstes Angebot des Branchenführers für Valtteri Bottas abgelehnt haben, obwohl Mer...

Brackley (APA/dpa) - Williams soll dem Vernehmen nach ein erstes Angebot des Branchenführers für Valtteri Bottas abgelehnt haben, obwohl Mercedes angeblich als Gegenleistung einen Preisnachlass für die Kundenmotoren in Millionenhöhe offerierte.

Die Teamführung bezweifelt offenbar, dass die Eigenbau-Alternative Pascal Wehrlein nach seiner Formel-1-Debütsaison bei Manor bereits über genug Routine und Stärke verfügt, um im Silberpfeil neben Hamilton zu bestehen.

Der spanische Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz, der ebenfalls als Wechselkandidat galt, erhält keine Freigabe. „Er ist ein Red-Bull-Fahrer. Wir haben in ihn investiert, um ihn in die Formel 1 zu bringen. Sie haben alle langfristige Verträge und es würde keinen Sinn machen, einen deiner Hauptrivalen mit einem deiner Aktivposten zu versorgen“, sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner der BBC.

Zuvor hatte sich schon der zweifache Weltmeister Fernando Alonso zu McLaren bekannt und einen Wechsel zu Mercedes ausgeschlossen. „Sie werden die Vertragssituation der Fahrer kennen, mit denen sie sich beschäftigen, aber ihre Auswahl ist ziemlich begrenzt“, erklärte Horner das Dilemma des Rivalen.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte zu Beginn der Vorwoche einen intensiven Casting-Prozess für den Rosberg-Ersatz angekündigt, aber von einer Entscheidung „in den nächsten Tagen“ gesprochen. Das Team steht unter Zeitdruck, weil der neue Fahrer auch Einfluss auf den Bau des Silberpfeils für 2017 hat. Durch die Regelreformen in der kommenden Saison betreten die Rennställe wieder Neuland. Auch deshalb wünscht sich Mercedes einen erfahrenen Piloten neben Hamilton, der ähnlich wie Rosberg von Beginn an mit seinen Kenntnissen die Entwicklung des Autos vorantreibt.