Börse Frankfurt im Eröffnungshandel gut behauptet
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Freundlich hat sich der deutsche Aktienmarkt im frühen Handel am „Hexensabbat“ präsentiert. Der große Verf...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Freundlich hat sich der deutsche Aktienmarkt im frühen Handel am „Hexensabbat“ präsentiert. Der große Verfallstag vieler Futures und Optionen an der Terminbörse Eurex könnte bis rund 14.30 Uhr für größere Schwankungen am Aktienmarkt sorgen, warnte ein Börsianer.
Michael Hewson vom Broker CMC Markets verwies indes auf den schwachen Euro als stützenden Faktor. Am Vortag war die Gemeinschaftswährung nach der jüngsten US-Zinserhöhung bis auf 1,0366 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit fast 14 Jahren gefallen. Eine schwache Währung erleichtert hiesigen Firmen den Export.
Der DAX notierte nach Handelsstart 0,02 Prozent höher bei 11.368,48 Punkten. Kurz zuvor war er auf ein neues Jahreshoch bei 11.390 Punkten geklettert. Im Sitzungsverlauf könnte der deutsche Leitindex erstmals seit über einem Jahr die Marke von 11.400 Punkten überwinden. Der MDAX, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, gewann 0,31 Prozent auf 21.763,55 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es um 0,22 Prozent auf 1.765,42 Punkte aufwärts.
Im Anlegerfokus standen die deutschen Bankenaktien. Am Vorabend hatte die weltgrößte Ratingagentur Standard & Poor‘s (S&P) angekündigt, die aktuellen Bonitätsnoten der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Deutschen Pfandbriefbank im Hinblick auf eine Hochstufung („Watch Positive“) zu überprüfen. Die Bewertung „Watch Positive“ macht die Vergabe einer besseren Note wahrscheinlicher. Die Papiere der Deutschen Bank gewannen zuletzt rund ein halbes Prozent, während Commerzbank-Titel auf Vortagesschluss-Niveau stagnierten. Die Aktien der Pfandbriefbank verteuerten sich an der MDAX-Spitze um knapp 3 Prozent.
Lufthansa-Titel büßten 0,4 Prozent ein. Die Fluggesellschaft und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wollen ihren jahrelangen Vergütungskonflikt mit Hilfe eines Schlichters lösen. Ungemach droht der Lufthansa aber bei ihrer Billigflugtochter Eurowings. Deren Kabinenpersonal rüstet sich zum Streik, nachdem Gespräche zwischen dem Unternehmen und den beiden Gewerkschaften Verdi und Ufo um einheitliche Tarifverträge für die Flugbegleiter in der Nacht zum Freitag gescheitert sind.
Die Aktien des Biotechunternehmens Evotec stiegen nach einer angekündigten Wirkstoff- und Forschungskooperation um mehr als 3 Prozent und waren damit Spitzenreiter im TecDAX. Evotec hatte am Vorabend erklärt, mit dem US-Pharmahersteller Celgene zusammenzuarbeiten. Evotec erhält dabei eine Vorabzahlung von 45 Millionen US-Dollar, hat Anspruch auf sogenannte Meilensteinzahlungen von bis zu 250 Millionen Dollar sowie Umsatzbeteiligungen im unteren zweistelligen Prozentbereich.
~ ISIN DE0008469008 ~ APA144 2016-12-16/10:28
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