Gesellschaft

Imster Essen auf Rädern wird teurer

Bislang kostet eine Mahlzeit auf Rädern in Imst 7,50 Euro. Die Erhöhung im kommenden Jahr sollte einen Euro ausmachen. (Symbolfoto)
© Rotes Kreuz

Rund 30 Euro kosten künftig die angelieferten Mahlzeiten mehr im Monat. Nun wird auch über Fördermöglichkeiten diskutiert.

Von Alexander Paschinger

Imst –Es ist der Posten „Essenslieferungen“, der die Kosten für ein einzelnes „Essen auf Rädern“ in der Stadt Imst im kommenden Jahr von 7,50 auf 8,50 Euro steigen lässt. Dieser Anteil muss nämlich von 4,60 auf 5,50 Euro erhöht werden. Das Kochen, erläuterte Stadtchef Stefan Weirather, sei weniger das Thema als vielmehr das Füllen und Reinigen der Behältnisse. Und das Städtische Pflegeheim, das für die Ausgabe von „Essen auf Rädern“ verantwortlich ist, müs- se hier sauber kalkulieren.

Diese Erhöhung blieb in der Gemeinderatsdebatte um die Gebühren in der Stadt nicht unwidersprochen: „Es ist nicht viel, aber es tut weh. Die Leute jammern schon“, meinte Sozialstadträtin Andrea Jäger. Und gegenüber der TT erklärt sie, dass das über das Jahr „fast schon 400 Euro“ mehr ausmachen würde. „Das sind doch die Betreuungsbedürftigen. Das macht im Monat schon 30 Euro aus.“

„Wenn wir das aus der Gemeindekasse zahlen, ist das auch kein Problem. Aber der Heimleiter braucht das“, verteidigte Weirather in der Gemeinderatssitzung die Erhöhung. „Der Sozialausschuss soll sich über die Gewährung einer Förderung den Kopf zerbrechen“, ergänzte Vizebürgermeister und Finanzreferent Gebi Mantl, der nicht unerwähnt ließ, dass „Essen auf Rädern“ zuletzt auch eine weitere Stellenausschreibung notwendig machte.

In der Sitzung meinte Jäger noch, dass „wir uns im Ausschuss gern damit befassen“ können. Inzwischen ist sie allerdings der Meinung, dass das Einziehen einer Einkommensgrenze und deren Überprüfung „einfach zu viel Aufwand bedeutet“. Sie peilt nun Anfang kommender Woche ein weiteres Gespräch mit BM Weirather an: „Für mich ist die Erhöhung nicht gerechtfertigt – ich hoffe, wir werden uns einig.“

Eine Erhöhung auf 32 Euro im Monat gibt es nach zehn Jahren übrigens auch bei den Kindergartengebühren. Bildungsstadträtin Martina Frischmann beteuert ihrerseits, „dass wir weitum trotzdem die Günstigsten sind“.