Kufstein

Modernes Gebäude für 100 Poly-Schüler in Kufstein

© Michael Mader

Gestern wurde die Polytechnische Schule Kufstein offiziell eröffnet. Die Baukosten betragen 5,75 Mio. Euro.

Von Michael Mader

Kufstein –Die anfänglichen Bedenken sind weitgehend ausgeräumt, die Freude über den Neubau mit den modern ausgestatteten Unterrichtsräumen überwog bei der gestrigen offiziellen Eröffnung der Polytechnischen Schule in Kufstein. Zumindest bekräftigte die stellvertretende Direktorin, Susanne Hoffmann, dass das neue Schulhaus über den Verlust des Schulgartens, der Ruhe und der Idylle am alten Standort in Sparchen hinwegtröste. „Am Anfang war es sehr ungewohnt. Aber es ist heller und größer und gefällt uns sehr gut“, fasste es Schulsprecherin Nadja Kogler kurz zusammen.

Für Bürgermeister Martin Krumschnabel war der politische Wille zum Neubau neben den beiden Neuen Mittelschulen nicht nur eine gute Idee, sondern vor allem in Nachhinein betrachtet sogar eine optimale: „Was auf die Volksschulen in den nächsten Jahren zukommt, mit zusätzlichen Räumen und Ressourcen für die Nachmittagsbetreuung, wird uns an allen Standorten treffen“, sprach er die Platzsituation beim Schulzentrum in Sparchen an, wo sich die Polytechnische Schule früher befunden hatte.

Hier am neuen Standort sollen sich vielfältige Synergien mit den beiden Nachbarschulen sowie den umliegenden Sporteinrichtungen ergeben. Für die ca. 100 Schüler und die Lehrer entstanden modern ausgestattete Unterrichtsräume für unterschiedliche Gruppengrößen. Die Bandbreite der Unterrichtsmöglichkeiten reicht von Stammklassen über Fachbereichsräume wie z. B. Kosmetik bis hin zu Werkstätten für Holz, Metall, Bau und Mechatronik.

Die Baukosten belaufen sich auf 5,75 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer und sind von den Schulsprengelgemeinden Kufstein, Bad Häring, Langkampfen, Scheffau, Schwoich, Söll und Thiersee sowie dem Land Tirol zu tragen. Der Baubeginn für die Polytechnische Schule war im Oktober 2015, die Fertigstellung erfolgte heuer im November.

Laut Peter Borchert, Geschäftsführer der Kufsteiner Immobiliengesellschaft, die im Auftrag der Stadtgemeinde Kufstein den Bau errichtet hat, wurden die veranschlagten Kosten um rund zehn Prozent überschritten: „Das Geld, das wir investiert haben, ist aber gut angelegt.“ Es gebe eben Dinge, die man vorher nicht sehen könne, spricht Borchert etwa vom Statiker, der beim Bau doch noch eine eigene Mauer zur Neuen Mittelschule eingefordert hat.