Ein verflixtes Tor fehlte
Wacker gekämpft, aber es sollte nicht sein: In einem Handball-Krimi verlor Sparkasse Schwaz am Freitag mit 26:27 (13:11) gegen Hard und verpasste haarscharf das obere Play-off.
Von Benjamin Kiechl
Innsbruck — Dieses Spiel wird noch lange in Erinnerung bleiben. Sparkasse Schwaz Handball Tirol musste sich am Freitag in einem emotionsgeladenen Entscheidungsspiel um den Einzug ins obere Play-off gegen den HC Hard mit 26:27 (13:11) geschlagen geben. Zur Pause war man noch knapp in Führung gelegen, die Entscheidung im wie ein Pingpongspiel anmutenden Handballkrimi fiel erst unmittelbar vor der Schlusssirene. Schwaz hätte noch auf einen Siebenmeter gesehen, um doch noch den Ausgleich zu erzielen. Aber nein, das verflixte letzte Tor, das für einen Punktgewinn notwendig gewesen wäre, sollte nicht gelingen.
Schmähgesänge von den Harder Fans, sogar ein kurzes Handgemenge zwischen den rivalisierenden Spielern waren der negative Höhepunkt. Eine ganz bittere Erfahrung für das noch junge Team von Coach Raul Alonso: „Natürlich ist die Enttäuschung groß. Wir hätten den Punkt verdient gehabt. Wir haben in vielen Phasen gut gespielt, aber in gewissen Phasen musst du besser sein, um bestehen zu können."
Den Schwazern war überhaupt nichts vorzuwerfen. Sie hatten mit dem Weißrussen Aliaksei Kishov ein Bollwerk im Tor stehen. Die Defensive stand gut und schaffte es, frühzeitig Angriffe zu unterbinden. Damir Djukic führte mit Übersicht Regie (10 Tore) — und doch hatte man in der Schlussphase kurzzeitig den Faden verloren, was die Vorarlberger bestraften und zur Revanche für die 21:27-Auswärtsniederlage nützten.
Auf die Tiroler wartet nun der bittere Gang ins untere Play-off gegen weniger attraktive Gegner wie Bruck und Leoben. Glücklich durfte sich hingegen Krems schätzen, das dank eines 35:30-Sieges gegen West Wien den Tirolern den Play-off-Platz wegschnappte.
Eine Blamage gerade noch abwenden konnte Rekordmeister Bregenz. Gegen Tabellenschlusslicht Bruck gelang ein 33:26-Sieg und der Verbleib im oberen Play-off. Alles andere als das wäre für den erfolgsverwöhnten Verein eine ziemliche „Watschn" gewesen.
Kommentare