SAirGroup-Gläubiger können mit mehr Geld rechnen
Küsnacht (APA/sda) - Die Liquidation der ehemaligen SAirGroup ist einen großen Schritt weiter. So konnte der Liquidator nicht nur ein Gebäud...
Küsnacht (APA/sda) - Die Liquidation der ehemaligen SAirGroup ist einen großen Schritt weiter. So konnte der Liquidator nicht nur ein Gebäude und eine Forderung der Gruppe verkaufen, sondern er konnte auch abschließend die konzerninternen Forderungen bereinigen.
Der Liquidator kann darum im ersten Halbjahr 2017 eine Abschlagszahlung im Umfang von 5 Prozent an die Gläubiger auszahlen, wie der Liquidator Karl Wüthrich am Mittwoch im Gläubigerzirkular Nummer 27 mitteilt. Die maximale Nachlassdividende erhöht sich laut Mitteilung von bisher 18,9 auf 23 Prozent. Davon wurden bereits 12 Prozent ausbezahlt.
Die umfangreiche Zahlung an die Gläubiger haben vor allem die Verkäufe ermöglicht. So flossen dank dem Verkauf des „Centre Swissair“ in Genf 72 Mio. Franken (67,1 Mio. Euro) in die Konkurskasse. Der Verkauf der Forderung gegenüber der Volare-Gesellschaft brachte 122.000 Euro ein. Zudem wurden dank der Einigung mit drei Tochtergesellschaften Rückstellungen frei.
So haben die Liquidatoren die gegenseitigen Forderungen der SAirGroup und der SAirLines AG bereinigt. Das Resultat ist, dass die SAirLines der SAirGroup noch 1 Milliarde Franken schuldet. Die SAirGroup hat davon als Abschlagszahlung bereits 272,4 Millionen aus der Konkursmasse der SAirLines erhalten.
Ebenfalls eine Einigung wurde zwischen der Gruppe und der Swissair sowie der Flightlease AG erzielt. So schuldet die SAirGroup der Swissair 1,5 Mrd. Franken, der Flightlease AG 74 Millionen Franken. Einzig ausstehend dabei ist noch eine Einigung über eine Forderung der Swissair an die SAirGroup im Umfang von 195,5 Mio. Franken.
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