Daimler hält trotz Diskussion am Verbrennungsmotor fest

Stuttgart (APA/dpa) - Der Autobauer Daimler wird weiterhin einen beträchtlichen Entwicklungsaufwand in den Verbrennungsmotor stecken. „Die V...

Stuttgart (APA/dpa) - Der Autobauer Daimler wird weiterhin einen beträchtlichen Entwicklungsaufwand in den Verbrennungsmotor stecken. „Die Verbrennungsmotoren zu früh als alt und schlecht zu bezeichnen, ist einfach zu kurz gesprungen“, sagte Entwicklungschef Thomas Weber der Deutschen Presse-Agentur.

Mit den immer weiter wachsenden elektrischen Reichweiten von sogenannten Plug-In-Hybriden, die sowohl mit Benzin als auch mit Strom betankt werden, könne der Übergang effizient gestaltet werden. „Deshalb verstehe ich die Diskussion eines Verbots nicht.“ Die deutschen Grünen hatten ein Verbot von Verbrennungsmotoren für neue Pkw ab 2030 ins Gespräch gebracht. Daimler investierte gerade erst drei Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren. Hinzu kommen zehn Milliarden Euro, die die Schwaben in den Aufbau ihrer neuen Elektromarke EQ stecken.

In den kommenden zehn Jahren werde Daimler sich weiterhin für mehrere Antriebsarten aufstellen müssen, sagte Weber - das sei aber kein Problem: „Es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass es teurer wird, mehrspurig zu fahren.“ Die Zahl der Modelle wird entsprechend in den kommenden Jahren zulegen. „Heute haben wir 34 verschiedene Modelle und wir gehen tendenziell eher in Richtung 40“, sagte Weber. „Wir gehen davon aus, dass ein Großteil der heutigen Modelle bis 2025 weiterhin stark nachgefragt bleibt.“

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