Eishockey

Capitals sollen für Tief büßen

Der HCI stellt die zweitschlechteste Defensive der Liga. Auch darum fehlte der zuletzt fehlerhafte Daniel Mitterdorfer (l.) im Kader.
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Nach vier Niederlagen in Serie will der HCI heute (17.30 Uhr) das Ruder herumreißen – Mitterdorfer fehlte in Villach im Kader.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Siege lassen die Ansprüche steigen. Und nicht nur deshalb befindet sich der HC Innsbruck gerade in seiner mit Abstand schwierigsten Saisonphase. Das Wort „Krise“ wird zwar im Haifischbecken nicht in den Mund genommen. Viel fehlt dazu – nach vier Niederlagen in Serie – aber nicht mehr.

Dabei hatten die Haie sich bei der knappen 2:3-Niederlage in Villach „sehr gut“ präsentiert. „Ich kann den Spielern keinen Vorwurf machen“, meinte Trainer Rob Pallin auch mit Blick auf die Schussstatistik (43:23 zu Gunsten der Haie). „Wir haben im ersten Drittel binnen drei Minuten drei ganz schlimme Gegentore bekommen, können nicht in jedem Spiel acht Tore erzielen“, erklärte der Coach mit Blick auf Keeper Andy Chiodo und ergänzte: „Wir hätten drei der letzten vier Spiele gewinnen müssen.“

Die Torhüter-Statistik spricht in diesem Zusammenhang eine deutliche Sprache: Platz 14 belegt Chiodo dort bekanntlich, in der Liga spielen aber nur zwölf Teams. Weil die Alternativen fehlen, reagierte Pallin vor dem Villach-Gastspiel mit einer anderen personellen Maßnahme: Daniel Mitterdorfer nahm er erst gar nicht mit nach Villach. Für ihn spielte Dominique Saringer.

„Er muss nicht nur ein bisschen besser spielen, er muss viel besser spielen“, fordert Pallin von seiner Nummer vier. Im Play-off-Kampf sind Villach und Znojmo inzwischen bis auf drei Punkte herangerückt. Und ausgerechnet heute (17.30 Uhr) kommt mit den Capitals der Tabellenführer nach Innsbruck.

„Es wird schwer. Wien ist ein starkes Team mit viel Qualität“, zeigt Kapitän Tyler Spurgeon Respekt vor den Hauptstädtern. Den bekommt der Kanadier aber volley zurück. „Wer Salzburg 7:0 aus der Halle schießt, der hat Qualität, keine Frage“, warnt Capitals-Coach Serge Aubin vor dem Trip in den „Wilden Westen“.

Als positive Erinnerungen soll der verrückte 9:7-Auswärtssieg vom November dienen. Philipp Lindner kann trotz Blessuren heute mithelfen.