Vorwahlen der französischen Sozialisten: Sieben Kandidaten zugelassen

Paris (APA/AFP) - Sieben Bewerber gehen ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der französischen Sozialisten. Die zuständige Parteikom...

Paris (APA/AFP) - Sieben Bewerber gehen ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der französischen Sozialisten. Die zuständige Parteikommission gab am Samstag die Namen von vier Sozialisten und drei anderem Kandidaten aus dem linken Lager bekannt, die zu den Vorwahlen am 22. und 29. Jänner zugelassen wurden.

Unter ihnen sind der kürzlich als Premierminister zurückgetretene Manuel Valls und Ex-Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg. Für die Sozialisten treten zudem die früheren Bildungsminister Vincent Peillon und Benoit Hamon an. Als einzige Frau will die frühere Wohnungsministerin Sylvia Pinel antreten, die der sozialliberalen Partei PRG vorsteht. Zudem gehen der Grünen-Politiker Francois de Rugy sowie Jean-Luc Bennahmias von der Demokratischen Front ins Rennen. Die Bewerbungen der Sozialisten Gerard Filoche und Fabien Verdier wurden mangels Unterstützung nicht akzeptiert. Die Kandidaten mussten 500 Unterschriften von gewählten Vertretern aus mindestens 30 Departements vorweisen.

Die Sozialistische Partei rechnet mit 1,5 bis zwei Millionen Teilnehmern bei den Vorwahlen. Die Kandidaten können sich jetzt in den Wahlkampf stürzen. Im Jänner sind vor der ersten Wahlrunde drei Fernsehdebatten geplant. Vor der Stichwahl findet zudem ein Fernsehduell der beiden verbliebenen Kandidaten statt.

Der unbeliebte sozialistische Präsident François Hollande hatte Anfang Dezember den Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklärt und damit den Weg für seinen bisherigen Premier Valls freigemacht. Laut Umfragen gilt es allerdings als unwahrscheinlich, dass es ein Anwärter aus dem linken Lager in die zweite Runde der Präsidentschaftswahl im Mai schafft. Für die Stichwahl wird ein Duell zwischen dem konservativen Ex-Premier Francois Fillon und der Chefin der rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, erwartet.