Zehntausende protestieren in Spanien gegen Rajoys Sparpolitik
Madrid (APA/dpa) - Zehntausende Demonstranten haben am Sonntag in Madrid gegen die Spar- und Sanierungspolitik der spanischen Regierung prot...
Madrid (APA/dpa) - Zehntausende Demonstranten haben am Sonntag in Madrid gegen die Spar- und Sanierungspolitik der spanischen Regierung protestiert. Zu der Großkundgebung am Neptun-Brunnen im Zentrum der Hauptstadt hatten die beiden größten Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT aufgerufen.
Sie fordern vom konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy unter anderem eine Anhebung der Sozialausgaben, der Pensionen und der Gehälter, eine gerechtere Steuerpolitik sowie ein Ende der Arbeitsmarktliberalisierung.
Die Demonstration stand unter dem Motto „Die Menschen und ihre Rechte kommen zuerst“. Erst im November war ein Treffen der Gewerkschaftsführer mit Rajoy ergebnislos verlaufen. Der Regierungschef hat mehrfach betont, er wolle zwar verhandeln, aber dabei auf keinen Fall die von Brüssel geforderte Haushaltsstabilität infrage stellen lassen.
Viele Demonstranten hielten Schilder mit der Aufschrift „No!“ und einer daneben abgebildeten Schere in die Höhe, als Zeichen ihrer Ablehnung der Sparmaßnahmen. Die Chefs von CCOO und UGT, Ignacio Fernández Toxo und Pepe Álvarez, betonten, es werde so lange weitere Demonstrationen geben „wie es nötig ist, um unsere verlorenen Rechte wiederzuerlangen“.
Kommentare