Transitforum bleibt hartnäckig
Am Freitag hatte Umwelt- und Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe (Grüne) darauf hingewiesen, dass die Schadstoffgrenzwerte für Stickoxid heuer...
Am Freitag hatte Umwelt- und Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe (Grüne) darauf hingewiesen, dass die Schadstoffgrenzwerte für Stickoxid heuer weniger oft überschritten worden seien als im Vorjahr. In Vomp sind laut Umweltbundesamt die Grenzwertüberschreitungen im Vergleich zu 2011 von 66 Tagen auf 27 Tage zurückgegangen. Das Maßnahmenpaket des Landes vom Öffi-Ausbau bis zum sektoralen Fahrverbot zeige Wirkung, meinten Felipe und der grüne Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig. Letzterer kämpfte jahrelang an der Seite von Fritz Gurgiser beim Transitforum. Das wiederum schlug gestern Alarm. Die Landesregierung möge endlich mit dem „unerhörten Meinungsmanipulations- bzw. Rosstäuscherversuch“ aufhören, wetterte Gurgiser. Das von Schwarz-Grün gefeierte sektorale Fahrverbot sei derart durchlöchert, dass es nichts bringe. Es soll bestimmte Güter auf die Schiene oder auf Euro-5- oder Euro-6-Lkw verlagern. Beide Lkw-Klassen sind derzeit vom Fahrverbot ausgenommen. Gurgiser hat nun zum Beweis der Luftverschmutzung ein Foto geschickt. „Die Giftsuppe reicht nun höher hinauf als früher. Damit mögen die zufrieden sein, die meinen, nach dem Gleichheitsgrundsatz sollen auch die Plateaus mit ehemaligen Luftkurorten und Hanglagen ordentlich bedient werden“, wettert Gurgiser. Die Überschreitung der Schadstoffwerte stelle noch immer eine Gefahr für die Gesundheit dar. In Wintermonaten ist die Luftbelastung besonders hoch. Dafür sorgt die Inversionswetterlage, die die Schadstoffe nach unten drückt. Verschärfend kommt dazu, dass es windstill war.
Die Spitze des ÖVP-Bauernbundes fordert Konsumenten auf, heimische, qualitätsvolle Produkte zu kaufen. „Jeder Einkauf entscheidet über die Landwirtschaft in Tirol“, meinen Agrarlandesrat Josef Geisler, LA Kathrin Kaltenhauser und Bauernbund-Direktor Peter Raggl. Allzu oft würden Konsumenten zu Billigprodukten greifen und damit Massentierhaltungen im Ausland unterstützen. „Der Griff zu heimischen Produkten könnte in Tirol 2000 Arbeitsplätze sichern. Alle würden profitieren“, meint Geisler. (aheu)
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