Europas Leitbörsen zur Eröffnung uneinheitlich erwartet
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach den Kursgewinnen an der Wall Street vor dem Wochenende wird der europäische Aktienmarkt am Montag mit...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach den Kursgewinnen an der Wall Street vor dem Wochenende wird der europäische Aktienmarkt am Montag mit ohne einheitliche Tendenz erwartet. Der F-DAX als Indikator für den Leitindex DAX signalisierte rund eine halbe Stunde vor Handelsstart ein Plus von 0,24 Prozent bei 11.626,50 Punkten. Für den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 zeichnete sich ein wenig veränderter Start mit minus 0,01 Prozent ab.
Der Future auf den Leitindex der Börse in London, den FT-SE-100, deutete mit minus 0,52 Prozent und einem Punktestand von 7.172,50 Einheiten einen klar schwächeren Handelsstart an.
Neuen Schwung dürften dem europäischen Markt frische Rekorde an der Wall Street nach dem US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag geben. Der Dow verpasste dabei nur um Haaresbreite die historische Marke von 20.000 Punkten. „Die große Anlagerotation von Anleihen in Aktien - der ‚Trump-Trade‘ - bestimmt wieder das Geschehen“, sagte Analyst Neil Wilson vom Broker ETX Capital. Er spielte darauf an, dass die Anleger seit dem Wahlsieg des nächsten US-Präsidenten Donald Trump auf eine besonders wirtschaftsfreundliche Politik setzen.
Die deutschen Bankenwerte verloren aufgrund drohender US-Klagen vorbörslich merklich an Wert. Auf der Handelsplattform Tradegate wurden die Aktien der Deutschen Bank zuletzt mit einem Minus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Freitag gehandelt, Papiere der Commerzbank fielen um 1,0 Prozent. Die US-Kanzlei Hausfeld bereitet einem Pressebericht zufolge Klagen gegen deutsche Banken wegen in der Vergangenheit angeblich zu hoher Händlergebühren für Zahlungen mit Bankomatkarten vor. Die Banken hatten bis April 2014 Händlerentgelte für elektronische Zahlungen mit diesen Karten verlangt, bevor das Kartellamt diese Praxis als wettbewerbswidrig kritisiert hatte.
Aktien von FMC notierten bei Tradegate mehr als 4 Prozent niedriger. Mögliche neue Vorschriften im US-Gesundheitswesen dürften FMC finanziell belasten. Sollte eine Verordnung der Gesundheitsbehörde CMS tatsächlich am 13. Jänner in Kraft treten, hätte dies „erheblich nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft“, teilte der Konzern am Wochenende mit. Dabei gehe es um staatliche Unterstützungsprogramme, die helfen, Krankenkassenbeiträge für Dialyse-Patienten zu finanzieren. FMC habe gemeinsam mit anderen Anbietern und Patientenvertretern dagegen Klage eingereicht.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA064 2017-01-09/08:44
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