Standort Tirol

Außerfern erhält acht Millionen Euro an Förderungen

© REA

Die Regionalentwicklung zieht Bilanz: Skiverbindung Lech-Warth und der Lechweg sorgen für positives Investitionsklima in Naturparkregion.

Pflach –Die Regionalentwicklung Außerfern (REA) blickt erneut auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Die neuen Förderprogramme sind seit rund eineinhalb Jahren in Kraft. In dieser Zeit gingen an die 80 Projektanträge über die REA-Schreibtische. Diese summieren sich zu einer Gesamt­investitionssumme von 25,9 Mio. Euro. Davon entfallen acht Mio. auf bewilligte bzw. teilweise bereits ausgezahlte Förderungen von Land, Bund und/oder EU.

Diese Anträge sind oft das Ergebnis monatelanger Projektentwicklungen wie etwa bei grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Hier stehen vier große Projekte im Bereich Tourismusentwicklung mit einem Gesamtvolumen von 5,26 Mio. € zu Buche. Die entsprechenden Förderungen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung belaufen sich auf 75 Prozent. Grenzüberschreitende Mountainbike-Angebote, der Höhenweitwanderweg „Grenzgänger“ in den Allgäuer Alpen sowie gesundheitstouristische Angebote in der Lechweg-Region gehören dazu. Hinzu kommt eine Intensivierung der Zusammenarbeit in der Zugspitz-Arena Bayern-Tirol. Im Fokus stehen hier eine grenzüberschreitende Gästekarte, der gemeinsame Vertrieb in Überseemärkten, Marketing für eine autofreie Anreise sowie gemeinsame Rad- und Trailrunning-Angebote.

Die Euregio Via Salina, ein Zusammenschluss von Außerfern, Allgäu und Kleinwalsertal, feiert 2017 ihr 20-jähriges Bestehen. „Dank der Euregio konnten wir sehr eng­e Beziehungen zu unseren Nachbarn aufbauen. In der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit steckt für unsere Region noch viel Potenzial“, hält REA-Obmann Alois Oberer fest. Der Schwerpunkt der bisherigen Leader-Projekte lag bei Bildungsmaßnahmen im Gesundheitsbereich sowie bei der touristischen Infrastruktur. Als größtes Projekt ist hier die Spiele- und Boulderhalle in Tannheim zu nennen. Allein dafür fließen 600.000 Euro ins Hochtal.

Bei der Mehrheit der Investitionsfälle handelt es sich um Wirtschaftsförderungen über das regionalwirtschaftliche Programm für die Naturparkregion Lechtal-Reutte. Über dieses zehnjährige Programm stehen jährlich 700.000 Euro an Landesmitteln zur Verfügung. Angezapft werden aber auch die Tiroler Kleinunternehmerförderung und die Wachstumsoffensive für Kleinstbetriebe. Bei allen Maßnahmen der Wirtschaftsförderung stimmt sich REA intensiv mit der Wirtschaftskammer, dem Land Tirol sowie Banken und Steuerberatern ab, sodass die Unternehmen im Außerfern von einem optimalen Beratungspaket profitieren.

Nach intensiven Jahren der Schaffung der touristischen Infrastruktur ziehen nun die Betriebe nach. Allein die gewerblichen Beherbergungsbetriebe investieren 9,6 Millionen in qualitätsverbessernde Maßnahmen oder Gästebetten. Bei den Privatzimmervermietern beläuft sich die heurige Investitionssumme auf 830.000 €. Auch kleine Gewerbebetriebe wie die Konditorei von Susanne Matzner in Lechaschau erhielten Unterstützung. (TT)