Britischer Außenminister Johnson in den USA

London/Washington (APA/dpa) - Der britische Außenminister Boris Johnson ist zu Gesprächen mit dem Team des künftigen US-Präsidenten Donald T...

London/Washington (APA/dpa) - Der britische Außenminister Boris Johnson ist zu Gesprächen mit dem Team des künftigen US-Präsidenten Donald Trump in die USA gereist. Johnson traf in New York bereits mit dem künftigen Chefstrategen im Weißen Haus, Steve Bannon, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zusammen.

Für diesen Montag waren Gespräche mit Politikern in Washington geplant, wie das Außenministerium in London bestätigte. Es handle sich um einen kurzen Besuch. Nach britischen Medienberichten wurde die Reise kurzfristig anberaumt.

In ihrem ersten TV-Interview im neuen Jahr war die britische Premierministerin Theresa May am Sonntag gefragt worden, was sie von den frauenfeindlichen Äußerungen Trumps halte, die durch ein Video öffentlich geworden waren. May sagte dem Sender Sky News, für sie persönlich sei das „inakzeptabel“. Aber die Beziehung zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA sei größer als die Beziehung zwischen einem Präsidenten und einer Premierministerin.

May wird im Frühjahr in die USA reisen. Er freue sich darauf, hatte Trump kürzlich getwittert. „Großbritannien, ein langjähriger US-Verbündeter, ist sehr besonders!“, fügte er hinzu. Trump wird am 20. Jänner offiziell in sein Amt als US-Präsident eingeführt. Die traditionell enge Beziehung zu den USA könnte für Großbritannien noch an Bedeutung gewinnen, wenn das Land wie geplant aus der EU austritt.

Es hatte etwas gedauert, bis die Regierung in London Kontakte zu dem Team des künftigen US-Präsidenten aufbauen konnte. Der ehemalige Chef der EU-feindlichen UKIP (UK Independence Party), Nigel Farage, war schneller: Er düpierte May kurz nach der Wahl Trumps im November mit einem Foto, das ihn mit dem künftigen US-Präsidenten zeigte.