Tirol

Sechs Verdächtige nach sexuellen Übergriffen ausgeforscht

Mehrere Frauen sollen in der Silvesternacht am Innsbrucker Marktplatz belästigt worden sein.
© TT/Michael Kristen

Sechs Afghanen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren sollen für die Übergriffe in der Innsbrucker Silvesternacht verantwortlich sein. Möglicherweise waren noch weitere Männer beteiligt.

Innsbruck - Nach den sexuellen Übergriffen in der Innsbrucker Silvesternacht hat die Polizei sechs Verdächtige ausgeforscht. Das gaben die Ermittler am Montagnachmittag auf einer Pressekonferenz bekannt. Es handelt sich um sechs Afghanen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren, die teilweise in Flüchtlingsunterkünften in verschiedenen Bezirken leben, erklärte Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler.

Möglicherweise waren noch zwei weitere Männer an den Taten beteiligt. Ihre Identität sei aber vorerst noch unbekannt. Die mutmaßlichen Täter sollen auf freiem Fuß angezeigt werden, so die Polizei.

Ein Angestellter einer Sicherheitsfirma in einer Flüchtlingsunterkunft habe einen der Verdächtigen auf einem Foto erkannt und ihn auch namentlich nennen können, erklärte Ermittlungsleiter Ernst Kranebitter. Dadurch konnten schließlich auch die weiteren fünf mutmaßlichen Täter ausgeforscht werden.

Einer der Beschuldigten zeige sich geständig, alle anderen würden die Taten abstreiten. "Sie rechtfertigen sich damit, sich nicht erinnern zu können", sagte Kirchler. Alle Verdächtigen seien im Zusammenhang mit einem Asylverfahren in Österreich, würden sich jedoch in unterschiedlichen Phasen befinden.

Die jungen Männer hätten sich zu Silvester in Innsbruck getroffen, um hier zu feiern. "Sie sind aber nur teilweise gemeinsam angereist", teilte der Stadtpolizeikommandant mit. Es deute jedoch nichts darauf hin, dass die Afghanen die Belästigungen bereits im Vorfeld geplant hatten.

In der Silvesternacht war es in Innsbruck im Bereich des Marktplatzes zu sexuellen Übergriffen gekommen. Insgesamt hatten sich in den darauffolgenden Tagen 18 Frauen gemeldet, die angaben, im dichten Gedränge am Marktplatz und am Herzog-Otto-Ufer angetanzt und unsittlich berührt worden zu sein.