Slowakei - Dijsselbloem sollte Eurogruppen-Chef bleiben
Bratislava (APA/Reuters) - Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem sollte nach Ansicht seines slowakischen Kollegen Peter Kaz...
Bratislava (APA/Reuters) - Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem sollte nach Ansicht seines slowakischen Kollegen Peter Kazimir ungeachtet des Ausgangs der Parlamentswahl in den Niederlanden Chef der Eurogruppe bleiben. „Ich denke, er sollte sein zweites Mandat von zweieinhalb Jahren beenden, egal, ob er nach den Wahl im März noch niederländischer Finanzminister ist“, sagte Kazimir am Montag.
Vielleicht sei es zudem die richtige Zeit, um erneut die Debatte über einen permanenten Präsidenten an der Spitze der Eurogruppe zu führen.
Ob eine neue, womöglich aus bisherigen Oppositionsparteien bestehende Regierung in den Niederlanden den Sozialdemokraten Dijsselbloem unterstützt, ist offen. Einem EU-Vertreter zufolge gilt der spanische Wirtschafts- und Finanzminister Luis de Guindos als möglicher Nachfolger des Niederländers. Eine weitere Option sei Kazimir selbst, dessen Chancen aber gering seien.
Die zweieinhalbjährige Amtszeit von Dijsselbloem als Eurogruppen-Chef läuft Ende des Jahres aus. Die Euro-Finanzminister bestimmen selbst, wer ihre Sitzungen leiten soll. Bisher waren dies nur aktive Finanzminister aus dem Währungsraum. In der Eurozone wird schon länger diskutiert, ob der Vorsitzende der Eurogruppe seinen Job permanent ausüben sollte. Die EU-Kommission würde diese Aufgabe gerne für sich beanspruchen, ist damit bei den Finanzministern aber bisher auf wenig Gegenliebe gestoßen.
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