Zürcher Börse schließt mit Plus 0,10 Prozent

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Start der zweiten Handelswoche in diesem Jahr eine Verschnaufpause eingelegt. Nach ...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Start der zweiten Handelswoche in diesem Jahr eine Verschnaufpause eingelegt. Nach dem Anstieg des Leitindex SMI zu Beginn des Jahres seien die Anleger vorsichtiger geworden und hätten Gewinne mitgenommen, hieß es im Handel. Gewinne wurde in den zuletzt stark gelaufenen Bankwerten realisiert. Die defensiven Schwergewichte verhalfen dem SMI dennoch zu einem Plus.

Die von den Erwartungen an den designierten US-Präsidenten Donald Trump getragene Rally der vergangenen Wochen habe den Markt anfällig für Gewinnmitnahmen gemacht, so Händler. Nun warteten die Anleger gespannt auf eine am Mittwoch anstehende Pressekonferenz von Trump. Zudem harre man der nun langsam anlaufenden Berichtsaison - in der Schweiz wird Sika am Dienstag mit dem Umsatzausweis für das vergangene Geschäftsjahr den Reigen eröffnen.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss am Montag 0,09 Prozent fester bei 8.424,86 Punkten. Während der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, um 0,02 Prozent auf 1.328,79 Zähler nachgab, stieg der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,10 Prozent auf 9.175,24. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen 19 im Minus und 11 im Plus.

Große Verluste verzeichneten Bankaktien wie Julius Bär (-1,4 Prozent) und UBS (-1,2 Prozent), während die Papiere der Credit Suisse (+0,1 Prozent) im Nachmittagshandel deutlich nach oben drehten. Alle drei Titel waren stark ins neue Jahr gestartet. Nachrichten lagen zur UBS vor: Die Großbank will laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ den Anteil an ihrem Joint Venture im Bereich Investmentbanking in China auf die maximal zulässigen 49 Prozent erhöhen.

Abgaben gab es auch bei den Versicherern, wo Bâloise und Swiss Re je 0,8 Prozent, Swiss Life 0,4 Prozent und Zurich 0,3 Prozent einbüßten. Gleich erging es verschiedenen Zyklikern wie LafargeHolcim (-0,9 Prozent), Aryzta (-0,8 Prozent) oder ABB (-0,4 Prozent). Leichte Gewinnmitnahmen gab es auch für den Übernahmekandidaten Actelion (-0,3 Prozent).

Die defensiven Schwergewichte stießen im späten Handel in positives Territorium vor. So stiegen im Pharmasegment Novartis und Roche jeweils um 0,3 Prozent. Roche hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA für das Immun-Therapeutikum Tecentriq eine beschleunigte Zulassungsprüfung für die Behandlung einer weiteren Form von fortgeschrittenem Blasenkrebs erhalten. Die Aktien des Nahrungsmittelriesen Nestlé zogen um 0,1 Prozent an.

Galenica stiegen um 2,8 Prozent, nachdem der langjährige Hauptaktionär Sprint seine Beteiligung an der Berner Gesundheitsgruppe vollständig abgebaut hatte. Damit sei diese Unsicherheit nun weg, meinten Händler. Nun könnte die Aufspaltung des Konzerns bereits im ersten Semester 2017 über die Bühne gehen. Galenica hatte dies für spätestens Ende Jahr in Aussicht gestellt.

Gesucht waren auch die Aktien der beiden Uhrenhersteller Swatch (+2,8 Prozent) und Richemont (+1,2 Prozent). Für positive Stimmung sorgten hier Aussagen von Jean-Claude Biver. Der Chef der Uhrenmarken Tag Heuer, Hublot und Zenith des Luxusgüterkonzerns LVMH ist überzeugt, „dass das neue Jahr unserer Industrie Wachstum bringen wird“, wie ihn die „Schweiz am Sonntag“ zitierte.

Am breiten Markt schossen Meyer Burger um 9,3 Prozent hoch. Für die Aktie des Solarzulieferers hat Citigroup eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Zudem meldete das Unternehmen den Erhalt zweier Aufträge von bestehenden Kunden aus Asien im Volumen von über 20 Millionen CHF.

Auch Addex (+4,8 Prozent) und Ascom (+2,9 Prozent) wurden verstärkt nachgefragt. Das Genfer Biopharma-Unternehmen legte für einen Produktkandidaten zur Behandlung von chronischer Osteoarthritis positive Studienresultate vor. Der Technologiekonzern Ascom wiederum setzte sich gegen einen Zeitungsartikel zur Wehr, wonach es in einem schwedischen Krankenhaus technische Probleme mit dem drahtlosen Alarm- und Kommunikationssystem Myco gegeben habe.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA474 2017-01-09/18:31