Guterres: Anschlag in Jerusalem darf Friedensprozess nicht bremsen

Jerusalem (APA/AFP) - UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat trotz des jüngsten Anschlags in Jerusalem zu neuen Anstrengungen im Nahost-Fri...

Jerusalem (APA/AFP) - UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat trotz des jüngsten Anschlags in Jerusalem zu neuen Anstrengungen im Nahost-Friedensprozess aufgerufen. Guterres verurteile das Attentat, sagte sein Sprecher Stephane Dujarric am Montag. „Gewalt und Terror werden nicht zu einer Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern beitragen - im Gegenteil.“

Die Verantwortlichen für solche Verbrechen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, ließ Guterres erklären. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass sich die Konfliktparteien dadurch von neuen Anstrengungen im Friedensprozess abhalten lassen.

Ein Palästinenser hatte am Sonntag in Jerusalem einen Lkw in eine Gruppe israelischer Soldaten gesteuert. Vier Soldaten wurden dabei getötet, der Attentäter wurde erschossen.

Bei einer Nahost-Konferenz in Paris wollen Vertreter aus rund 70 Ländern in der kommenden Woche über einen Ausweg aus dem Nahost-Konflikt auf Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung beraten. Israel und die Palästinenser sitzen allerdings nicht mit am Konferenztisch. Die Beziehungen zwischen Israel und Frankreich sind derzeit stark angespannt, weil Frankreich für eine UN-Resolution gegen den israelischen Siedlungsbau in den besetzten Palästinensergebieten gestimmt hatte.

Guterres steht seit Jahresbeginn an der Spitze der UNO. Er löste den Südkoreaner Ban Ki Moon ab, der seit 2007 UN-Generalsekretär gewesen war. In seiner Neujahrsbotschaft hatte der Portugiese dazu aufgerufen, 2017 zu einem Jahr des Friedens zu machen.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA508 2017-01-09/20:39