Westafrikanische Staaten erhöhen Druck auf Gambias Präsidenten
Abuja/Banjul (APA/dpa) - Westafrikanische Staatsoberhäupter haben bei einem Krisentreffen eine weitere Intervention in Gambias politische Kr...
Abuja/Banjul (APA/dpa) - Westafrikanische Staatsoberhäupter haben bei einem Krisentreffen eine weitere Intervention in Gambias politische Krise verabredet. Mehrere Staatschefs wollen den abgewählten Präsidenten Yahya Jammeh bei einem erneuten Besuch überzeugen, seine Macht friedlich abzugeben, hieß es nach dem Treffen vom Montag in Nigerias Hauptstadt Abuja.
Der seit über 20 Jahren regierende Jammeh wurde bei der Präsidentenwahl Anfang Dezember abgewählt. Er weigert sich jedoch, den Sieg von Oppositionsführer Adama Barrow anzuerkennen.
Bei dem Treffen äußerten Nigerias Präsident Muhammadu Buhari, seine Amtskollegen aus dem Senegal und Liberia und andere westafrikanische Politiker große Besorgnis über Festnahmen und die Schließung mehrerer Radiosender, wie der nigerianische Außenminister Geoffrey Onyeama berichtete. An dem Dialog sollen demnach neben Buhari auch Vertreter der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS, der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union teilnehmen. Sie wollen Jammeh dazu aufrufen, die Verfassung zu respektieren.
Jammeh hat die Wahl vor dem obersten Gericht angefochten, das am Dienstag darüber beraten soll. Manche Beobachter befürchten, dass es am Tag der geplanten Amtsübergabe am 19. Jänner zu Gewalt kommen könnte.
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