Bezirk Landeck

Netzwerk aus Tourismus und Kultur geknüpft

Jubilar Erwin Cimarolli im Mathias-Schmid-Museum, das er 1999 gegründet hat. Unzähligen Besuchern gab er hier Einblick in das Schaffen des großen Paznauner Malers Mathias Schmid (1835–1923).
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Erwin Cimarolli aus Ischgl feiert heute seinen 75. Geburtstag. Sein Lebenswerk füllt Bände. Die Verdienste des Jubilars liegen in der Mathias-Schmid-Forschung.

Ischgl –Schon gestern durfte sich der Altbürgermeister von Ischgl, Erwin Cimarolli, über Geburtstagspost freuen. LH Günther Platter gratulierte ihm zum „75er“, ebenso wie der amtierende Ischgler Dorfchef Werner Kurz.

Wichtigste Erwerbsquelle des Jubilars war stets der Tourismus. 1966 kam er nach Ischgl, wo er sein Netzwerker-Talent zunächst als Fremdenverkehrsdirektor einsetzen und nutzen konnte. Das Markenzeichen des einst erfolgreichen Tiroler Sportlers, der am 11. Jänner 1942 in Hall zur Welt kam, ist Vielseitigkeit mit kultureller Note. Seine große Leidenschaft gilt dem Paznauner Maler Mathias Schmid (1835–1923), dem er seit 1999 ein eigenes Museum widmet, ohne einen einzigen Cent aus öffentlichen Fördertöpfen. „Schmid war mir völlig unbekannt“, erzählt der Jubilar. „Vor mehr als 25 Jahren bin ich durch Zufall auf ein Werk von ihm gestoßen. Seine ausdrucksstarken und zum Teil auch zeitkritischen Bilder haben mich von Anfang an begeistert.“ Über den Genremaler Schmid hat Cimarolli drei umfassende Kunstkataloge publiziert. Seine größte publizistische Leistung liegt jedoch im minutiös recherchierten Dorfbuch mit dem Titel „Ischgl. Vom Bergbauerndorf zum internationalen Wintersportort“.

Im Jahr 2004 wählten ihn die Ischgler zum Bürgermeister. 2006 fädelte er mit seinem Luxemburger Amtskollegen Roger Weber die Europa-Partnerschaft mit Schengen ein. Im Dezember traf eine Schengener Delegation ein, um kleine Geschenke im Jubiläumsjahr auszutauschen. Den „75er“ feiert Cimarolli heute Mittwoch im kleinen familiären Kreis. (hwe)

Juni 2006 in Schengen: Die Bürgermeister Roger Weber (l.) und Erwin Cimarolli besiegelten die Europa-Partnerschaft.
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