Zirler Kindergartenkinder vorerst weiter in Ersatzquartieren
Die Verputzablösung im Zirler Kindergarten Schulgasse ist saniert, nun wird das Gebäude aber noch auf etwaige Schimmelbildung durchleuchtet.
Von Michael Domanig
Zirl –Jene 56 Zirler Kinder, die normalerweise den Kindergarten Schulgasse besuchen, bleiben vorerst weiter in Ausweichquartieren untergebracht. Wie berichtet, hatte Bürgermeister Thomas Öfner (Für Zirl) Mitte Dezember die temporäre Aussiedlung der drei Kindergartengruppen angeordnet, weil sich im Gebäude in der Schulgasse Risse in der Raumdecke aufgetan und später auch Verputz abgelöst hatte. Laut Sachverständigen soll eine frühere Sanierung der Decke unfachmännisch erfolgt sein. Eine konkrete Gefährdung der Kinder hat laut Öfner zu keinem Zeitpunkt bestanden.
Als Übergangslösung sind derzeit zwei Gruppen in – von der Pfarre zur Verfügung gestellten – Räumen des „FamBoZi“ (Familienboot Zirl) untergebracht, die dritte im Haus für Betreubares Wohnen. Wie lange das noch der Fall sein wird, lässt sich derzeit nicht sagen. Denn es gelte „zwei Bereiche klar zu unterscheiden“, betont Öfner: zum einen die bauliche Sanierung der Verputzablösung, die so gut wie abgeschlossen sei. Zum anderen habe er in Zusammenhang mit hartnäckigen Gerüchten über etwaige Schimmelbildung im Kindergartengebäude eine weitere umfangreiche Prüfung beauftragt, die diese Woche stattfindet. Die Eltern – die von Öfner am Montag informiert wurden – und Betreuerinnen „sollen zu 100 Prozent sicher sein, dass die Kinder dort ohne jede Gesundheitsgefährdung untergebracht sind“, stellt Öfner klar. „Ich gehe davon aus, dass das so ist, es soll es mir aber wert sein, das Ganze noch einmal zu prüfen.“
Bevor die Ergebnisse vorlägen, werde es keine Rückübersiedlung der Kinder geben, so Öfner. Pfarrer Gabriel Thomalla habe bereits zugesagt, dass die Kinder auch noch länger in den Ersatzräumen bleiben können.
Bürgerservice soll bleiben
Umsiedeln hieß es zuletzt nicht nur für die Zirler Kindergartenkinder, sondern auch für das Bürgerservice der Marktgemeinde Zirl: Erst 2015 hatte man neue Räume in der Schwabstraße 4 bezogen, im Herbst wurden diese geräumt, nachdem Mitarbeiter „über das Raumklima geklagt" hätten, wie BM Thomas Öfner berichtet. Daher hat das Bürgerservice in der Bühelstraße 1, im bisherigen Gemeinderatssitzungsaal, Quartier bezogen. Ein Sachverständiger habe die Räume in der Schwabstraße intensiv geprüft, erklärt Öfner, und werde den Gemeinderäten sein Gutachten am Donnerstag, im Vorfeld der Sitzung, erörtern. Sein Ziel sei aber ohnehin, dass das Bürgerbüro in der Bühelstraße bleibt, sagt Öfner: „Unabhängig vom Ergebnis der Prüfung ist dieser Standort besser." (md)
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