Forderung nach neuem Prozess im Mordfall Kercher abgelehnt
Rom (APA) - Im nie gänzlich aufgeklärten Mordfall an der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher in Italien ist der einzig rechtskräf...
Rom (APA) - Im nie gänzlich aufgeklärten Mordfall an der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher in Italien ist der einzig rechtskräftig Verurteilte, Rudy Guede, mit seinem Antrag auf einen neuen Prozess gescheitert. Ein Berufungsgericht in Florenz lehnte am Dienstag den Antrag des 29-Jährigen auf ein neues Verfahren ab.
Laut Guedes Verteidigern gebe es einen Widerspruch zwischen der Verurteilung ihres Mandanten und den Freisprüchen für die US-Bürgerin Amanda Knox und ihren Ex-Freund Raffaele Sollecito. Die beiden waren im März 2015 letztinstanzlich freigesprochen worden. In Guedes Fall waren sich die Ermittler einig, dass er nicht alleine gehandelt haben konnte. Bereits nach dem Freispruch von Knox und Sollecito hatte auch er angekündigt, einen neuen Prozess anstreben zu wollen.
Rudy Guede verbüßt in Viterbo nördlich von Rom eine Haftstrafe von 16 Jahren. Er war nach der Tat auf der Flucht in Deutschland gefasst und später in Italien in einem Schnellverfahren wegen Beihilfe zum Mord an der 21-jährigen Britin verurteilt worden.
Die Austauschstudentin Meredith Kercher wurde im November 2007 in Perugia getötet. Die Suche nach Täter und Motiv entwickelte sich zu einer jahrelangen Justiz-Saga.
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