Fußball: Windtner will drei bis vier WM-Startplätze mehr für Europa
Warschau (APA) - ÖFB-Präsident Leo Windtner hat die am Dienstag beschlossene Aufstockung der Fußball-WM auf 48 Teams ab 2026 begrüßt - wohl ...
Warschau (APA) - ÖFB-Präsident Leo Windtner hat die am Dienstag beschlossene Aufstockung der Fußball-WM auf 48 Teams ab 2026 begrüßt - wohl auch deshalb, weil dadurch die Chancen der österreichischen Nationalmannschaft auf eine Endrunden-Teilnahme steigen. Entscheidend in dieser Frage wird aber sein, wie viele zusätzliche Startplätze Europa erhält.
Windtner meinte zu diesem Thema gegenüber der APA: „Für Europa wären vier zusätzliche Plätze angebracht, es darf niemals unter drei gehen.“ Derzeit gibt es für UEFA-Mitglieder 13 WM-Tickets. „Die UEFA darf sich nicht abspeisen lassen, sie ist die sportlich und wirtschaftlich stärkste Konföderation der Welt, daher muss es hier eine entsprechende Aufstockung geben“, forderte der Oberösterreicher. Klarheit könnte es in dieser Sache nach dem Treffen des FIFA-Councils am 9. Mai in Bahrain geben.
Generell sieht der im Moment beim M6-Treffen in Warschau weilende ÖFB-Boss die Vergrößerung positiv. „Das ist eine sportpolitische Entscheidung, die auch mit der Entwicklung der FIFA zusammenhängt. Es gibt 211 Mitglieder, und es ist der Wunsch kleinerer Nationen, eine größere Chance zu haben, bei diesem Top-Event dabei zu sein.“
Für die in großen Fußball-Ländern wie Deutschland, England oder Spanien herrschende Skepsis hat Windtner Verständnis. „Zur sportlichen Wertigkeit gibt es kontroversielle Standpunkte, aber insgesamt bewerte ich es als durchaus positiv, weil der Fußball durch die Aufstockung eine größere Breite erfahren kann“, erklärte der 66-Jährige.
Auch gewisse Bedenken über den noch weitgehend unklaren Modus kann Windtner nachvollziehen. „Man wird hier Erfahrungswerte sammeln müssen, das ist ein gewisses Experiment. Doch ein gewisses Maß an Innovation schadet dem Fußball nicht“, betonte der ÖFB-Chef.
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