Tirol

Übergriffe in Innsbruck: Gesuchte Verdächtige meldeten sich

Mehrere Frauen sollen in der Silvesternacht am Innsbrucker Marktplatz belästigt worden sein.
© TT/Michael Kristen

Die beiden gesuchten Männer meldeten sich nach der Fotoveröffentlichung bei der Polizei. Sie bestritten bei den Einvernahmen die Taten.

Innsbruck - Nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht in Innsbruck haben sich zwei weitere Tatverdächtige bei der Polizei gemeldet. Nach den Männern war mit Fahndungsbildern gesucht worden. Bei den beiden handelt es sich um einen 19-jährigen Syrer und einen 30-jährigen Iraker, die in Flüchtlingsunterkünften außerhalb von Innsbruck leben. Sie wurden bereits einvernommen.

Die beiden Asylwerber gaben laut Polizei an, sich zur Tatzeit unabhängig voneinander an den Vorfallsorten befunden zu haben. Sie bestritten jedoch die von den Opfern angezeigten Delikte begangen zu haben. Weitere kriminalpolizeiliche Ermittlungen folgen.

Sechs Afghanen ausgeforscht

Am Montag hatten die Kriminalbeamte bereits die weitgehende Klärung des Falls präsentiert. Sechs Afghanen wurden als Verdächtige ausgeforscht. Ein Verdächtiger hat die Übergriffe bereits gestanden. Die weiteren Beschuldigten räumen zwar ein, den Jahreswechsel in Innsbruck gefeiert zu haben, von den sexuellen Belästigungen wollen sie allerdings nichts wissen. „Sie sagen, sie können sich nicht erinnern“, erklärte Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler auf einer Pressekonferenz am Montag.

18 Frauen betroffen

In der Silvesternacht war es in Innsbruck im Bereich des Marktplatzes zu sexuellen Übergriffen gekommen. Insgesamt hatten sich in den darauffolgenden Tagen 18 Frauen gemeldet, die angaben, im dichten Gedränge vor der Bühne am Marktplatz und am Herzog-Otto-Ufer angetanzt und unsittlich berührt worden zu sein. (TT.com)