Bezirk Schwaz

Die Cowboys reiten davon

Bye-bye Achensee hieß es rückblickend im vergangenen September, als die A-cappella-Band "Homefree" dort das Publikum begeisterte. Die US-Musiker werden nun in Kitzbühel auftreten.
© Dähling

Das European Country Festival wird nicht wie geplant erneut am Achensee stattfinden, sondern in Kitzbühel. Der TVB-Chef ist enttäuscht über das Vorgehen des Veranstalters.

Von Angela Dähling

Pertisau, Kitzbühel –Im Juni wäre wieder Lagerfeuerstimmung in Pertisau beim European Country Festival angesagt gewesen. Das war der Plan, nachdem das große Musikspektakel im September auf dem Karwendeltäler-Parkplatz für Furore sorgte. Doch jetzt ist alles anders. In Kitzbühel statt am Achensee soll sich vom 15. bis 17. September die europäische Countrymusik-Szene treffen. „Einige Sachen sind am Achensee nicht zufriedenstellend verlaufen. Und in Kitzbühel haben wir mehr Sponsoren gefunden, auch deshalb, weil wir mit dem Stanglwirt zusammenarbeiten“, erklärt Veranstalter Hansi Kiesler auf Anfrage der TT.

So werde es in dem bekannten Hotel in Going am 16. September einen VIP-Nachmittag geben, mit Konzert der in der Countryszene bekannten US-Band Homefree und einer Lipizzaner-Vorführung. Am Achensee ist man enttäuscht über diese Vorgehensweise. „Ich habe über Facebook von der Verlegung erfahren“, erklärt Martin Tschoner, Geschäftsführer vom Achensee Tourismus.

„Wir machen bei uns in der Region nur Veranstaltungen, die jährlich wiederkehrend sind. Das Feedback von den Besuchern war sehr positiv. Wir sind nicht erfreut, dass das Festival nicht mehr bei uns stattfindet und es zu keinen weiteren Gesprächen mit uns kam“, sagt Tschoner. Es stimme, dass bei der Premiere nicht alles optimal gelaufen sei. Manöverkritik sei wichtig, um jedes Jahr besser werden zu können. Und das sei das Ziel gewesen. Offenbar hätten der TVB als Sponsor und der Veranstalter unterschiedliche Vorstellungen – auch finanzieller Art – gehabt. Eine Rückkehr des Festivals an den Achensee schließt Tschoner aus: „Der Veranstalter und unsere Region passen offenbar nicht zusammen.“