Krise in Gambia: Internationale Vermittlermission verschoben

Banjul (APA/dpa) - Internationale Vermittler unter Führung von Nigerias Präsident Muhammadu Buhari haben ihr Treffen mit dem abgewählten gam...

Banjul (APA/dpa) - Internationale Vermittler unter Führung von Nigerias Präsident Muhammadu Buhari haben ihr Treffen mit dem abgewählten gambischen Staatschef Yahya Jammeh in letzter Minute verschoben. Die Vermittler aus mehreren westafrikanischen Staaten werden Langzeitpräsident Jammeh nun am Freitag treffen, um ihn zu einer Anerkennung des Wahlergebnisses vom Dezember zu drängen, wie Buharis Amt erklärte.

Ursprünglich sollte das Treffen am Mittwoch stattfinden. Es wurde kein Grund für die Verzögerung genannt. Der seit 22 Jahren regierende Jammeh weigert sich, den Wahlsieg von Oppositionskandidat Adama Barrow anzuerkennen. Am Mittwochmorgen erklärte Jammeh im staatlichen Fernsehen, er habe den Generalsekretär seiner Partei damit beauftragt, Gespräche mit Barrow aufzunehmen. Barrow will am 19. Jänner seinen Amtseid leisten, auch wenn sich Jammeh an die Macht klammert. Manche Beobachter befürchten, dass es am Tag der geplanten Amtsübergabe in dem kleinen westafrikanischen Land zu offener Gewalt kommen könnte.