Mexiko: Bischof alarmiert über spurloses Verschwinden von Kaplan

Mexiko-Stadt (APA) - Der mexikanische Bischof Jose Raul Vera Lopez hat das Vorgehen der Behörden im Fall des verschwundenen katholischen Gei...

Mexiko-Stadt (APA) - Der mexikanische Bischof Jose Raul Vera Lopez hat das Vorgehen der Behörden im Fall des verschwundenen katholischen Geistlichen Joaquin Hernandez Sifuentes kritisiert. Die Sicherheitskräfte sollten die notwendige Disziplin, Ethik und Professionalität an den Tag legen, forderte der wegen seines Engagements für die Menschenrechte über die Grenzen Mexikos bekannte Bischof am Dienstag, wie Kathpress unter Berufung laut örtliche Medien berichtete.

Hernandez Sifuentes, Kaplan in der Pfarre La Aurora in Saltillo, ist seit einigen Tagen spurlos verschwunden. Vera Lopez ist Bischof der Diözese Saltillo. Er sagte, es sei nicht hinnehmbar, dass Nachrichten gezielt in den Medien lanciert würden, mit der Absicht, den Betroffenen zu kriminalisieren. Zudem seien Familienangehörige und Zeugen eingeschüchtert worden.

In Mexiko und in Argentinien häufen sich seit einem Jahr Angriffe auf Priester und katholische Katechisten. In Argentinien wurde ein Priester tot aufgefunden, der sich öffentlich kritisch zu Drogenkartellen äußerte. In Mexiko wurden im Oktober vier junge Katechisten und im September drei Priester ermordet. Die Leichen der Katechisten wiesen Folterspuren auf. Die Bluttaten ereignete sich in vom Drogenhandel besonders betroffenen Provinzen.

Papst Franziskus hatte vor kurzem die Welle von Entführungen und Morden in Mexiko beklagt. Er lobte eine aktuelle Initiative der mexikanischen Bischöfe zum Schutz von Leben und Familie.