Brasilien stockt Sicherheitspersonal in Gefängnissen auf
Rio de Janeiro (APA/AFP) - Nach den jüngsten Vorfällen in brasilianischen Gefängnissen stockt die Regierung das Sicherheitspersonal auf. 200...
Rio de Janeiro (APA/AFP) - Nach den jüngsten Vorfällen in brasilianischen Gefängnissen stockt die Regierung das Sicherheitspersonal auf. 200 Militärpolizisten, Zivilisten und Feuerwehrleute würden in die Bundesstaaten Amazonas und Roraima entsandt, Schauplätze der beiden größten Massaker, erklärte Justizminister Alexandre de Moraes am Dienstag.
Damit soll auch die Suche nach mehr als hundert Gefangenen verstärkt werden, die nach einem Gefängnisaufstand vergangene Woche noch flüchtig sind. In Manaus waren am Montag vergangener Woche bei 17-stündigen Kämpfen in einem Gefängnis 56 Menschen getötet worden. Viele der Opfer wurden enthauptet und verstümmelt. Mehr als 180 Häftlinge konnten fliehen, Dutzende wurden danach wieder gefasst. Mindestens 114 sind aber noch auf der Flucht.
Am Freitag wurden bei einem erneuten Gewaltausbruch in einer Haftanstalt in Boa Vista, der Hauptstadt des Bundesstaats Roraima, 33 Menschen getötet. Aufstände und Kämpfe kommen in den überfüllten brasilianischen Gefängnissen häufig vor. Vor allem im Norden Brasiliens, der an die Kokain-Produzenten Bolivien, Kolumbien und Peru grenzt, werden Haftanstalten faktisch von Drogenbanden kontrolliert.
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