Jungbauern: Müssen beim Marketing vom Mittelalter ins 21. Jahrhundert
Wien (APA) - Die Landwirte „müssen die Veredelung und Vermarktung ihrer Produkte wieder vermehrt selbst in die Hand nehmen“. Diesen Tipp gib...
Wien (APA) - Die Landwirte „müssen die Veredelung und Vermarktung ihrer Produkte wieder vermehrt selbst in die Hand nehmen“. Diesen Tipp gibt der Marketingleiter des Biohofs Adamah aus Glinzendorf (NÖ), der wöchentlich tausende Verbraucher mit „Biokistl‘n“ beliefert, den Bauern im Lichte der tiefen Erzeugerpreise. Die Jungbauernschaft unterstützt nun auch mit einer Infobroschüre, die Vermarktungsformen auflistet.
Auf 24 Seiten werden sämtliche Vermarktungsformen dargestellt, denen man sich als Landwirt bedienen kann. Angefangen von klassischen Formen wie der Direktvermarktung über Food Coops bis hin zur solidarischen Landwirtschaft sind sämtliche Bereiche abgedeckt, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung zu einer Pressekonferenz der Österreichischen Jungbauernschaft in Wien. Die Broschüre ist kostenfrei unter www.jungbauern.at abrufbar.
Wenn man sich ein bisserl umschaue „und über den eigenen Tellerrand hinausblickt, erkennt man viele Best-Practice-Beispiele, die die Krise als Chance gesehen und genützt haben“, so Jungbauernobmann Stefan Kast. „Gerade was den Verkauf unserer hochqualitativen Produkte betrifft, besteht Handlungsbedarf. Wir müssen in Sachen Marketing vom Mittelalter ins 21. Jahrhundert kommen.“ Hier helfe eine gute Ausbildung in den landwirtschaftlichen Schulen und weiterführend auf universitärer Ebene. Kast fordert auch die Einrichtung einer Agrar-FH. Auch die internen Angebote müssten verstärkt hinterfragt werden, so der Jungbauernchef des ÖVP-Bauernbundes.
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