Kälte - Energie Steiermark verbuchte Rekord-Fernwärme-Lieferung

Graz (APA) - Die Energie Steiermark hat am Mittwoch wegen der Kälte einen Rekord zu melden: „Noch nie in der Geschichte der steirischen Fern...

Graz (APA) - Die Energie Steiermark hat am Mittwoch wegen der Kälte einen Rekord zu melden: „Noch nie in der Geschichte der steirischen Fernwärme-Versorgung (Gründung 1963, Anm.) war der Bedarf an Wärme so groß wie heute um 7.00 Uhr“, hieß es in einer Aussendung. Trotzdem sei es zu keinen Versorgungsproblemen gekommen. Der steirische Straßendienst ist seit einer Woche rund um die Uhr im Einsatz.

Bei einer Temperatur von minus 14 Grad Celsius hat die Energie Steiermark für die mehr als 65.000 Haushalte in Graz und Umgebung exakt 518.000 Kilowatt Wärme geliefert, erklärte Konzernsprecher Urs Harnik-Lauris und meinte: „Das ist fast das Doppelte wie an einem durchschnittlichen Wintertag.“ Der Rekord hänge aber nicht nur mit der Kälte, sondern auch mit dem stetigen Ausbau des Fernwärmenetzes in der steirischen Landeshauptstadt zusammen: Das Tochterunternehmen Energie Graz verzeichne jährlich rund 2.000 zusätzliche Anschlüsse der feinstaubfreien Heizungsform.

„Die aktuelle Kälteperiode zeigt, dass die im Vorjahr gestartete Aufrüstung unseres Fernwärme-Stützpunktes in der Puchstraße genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen ist“, meinte Vorstandssprecher Christian Purrer. Man habe rund 20 Mio. Euro in sechs neue Heißwasser-Boiler investiert, die die erforderlichen Zusatz-Kapazitäten abdecken würden.

Die laufende Winter-Saison sei bisher von einem starken Verbrauchs-Zuwachs bei den Kunden des steirischen Energieversorgers gekennzeichnet: Von November bis Mittwoch wurden rund zehn Prozent mehr Heiz-Energie als im Vergleichszeitraum des Vorjahres geliefert. Während im November und Dezember die Verbrauchswerte jeweils um rund sieben Prozent über den Vergleichsmonaten des Vorjahres lagen, so haben die ersten zehn Jänner-Tage für eine Steigerung von 25 Prozent gesorgt. „Ein Blick auf die letzten Jahre zeigt jedoch, dass ein milder Februar oder März hier das Gesamtbild noch wesentlich verändern können“, so Harnik-Lauris.

Rekordverdächtig ist seit Anfang Jänner auch der Einsatz des steirischen Straßenerhaltungsdienstes: „Die Fahrzeuge waren und sind mit Fahrerwechsel rund um die Uhr im Einsatz“, meinte Verkehrslandesrat Anton Lang (SPÖ) bereits am Dienstag in einer Aussendung. „Stellenweise wurden extreme Schneefälle binnen kurzer Zeit registriert, vereinzelt kommt es durch den starken Sturm zu Schneeverwehungen bis zu einem Meter Schneehöhe, so dass ständig von den geplanten und optimierten Routen abgewichen werden muss, um die Straßen für den Verkehr befahrbar zu halten. Erschwerend kommt insbesondere im Ennstal die Mischung aus Urlauberverkehr und Schwerverkehr hinzu“, so Lang.

~ WEB https://www.e-steiermark.com ~ APA353 2017-01-11/14:23