Neue Mitte-Rechts-Regierung übernimmt Geschäfte in Island

Reykjavik (APA/dpa) - In Island hat die neue Mitte-Rechts-Regierung am Mittwoch offiziell die Geschäfte übernommen. Nach einer monatelangen ...

Reykjavik (APA/dpa) - In Island hat die neue Mitte-Rechts-Regierung am Mittwoch offiziell die Geschäfte übernommen. Nach einer monatelangen Hängepartie hatten sich zuvor die Konservativen mit den beiden kleineren Parteien „Bright Future“ und „Vidreisn“ auf eine Koalition geeinigt. Damit ist die Regierungsbildung in Island im vierten Anlauf geglückt.

Die Parlamentswahl in dem Land war um ein halbes Jahr auf Oktober vorgezogen worden, nachdem der Name des Regierungschefs im Zusammenhang mit den Enthüllungen der Panama Papers aufgetaucht war.

Dreimal scheiterten Koalitionsgespräche. Auch die Konservativen, „Bright Future“ und „Vidreisn“ waren sich zunächst nicht einig geworden. Einen großen Streitpunkt - die Frage eines Referendums über die Wiederaufnahme der Beitrittsgespräche Islands mit der EU - lösten die Parteien schließlich aber, indem sie die Klärung bis zum Ende der Legislaturperiode aufschoben. Die drei Regierungsparteien haben nun im isländischen Parlament eine hauchdünne Mehrheit von einem Sitz.

„Ich freue mich auf das Amt des Ministerpräsidenten und bin zuversichtlich, was die neue Regierung angeht“, sagte der konservative Regierungschef Bjarni Benediktsson am Mittwoch. Der Chef der Reformpartei „Vidreisn“, Benedikt Johannesson, ist neuer Finanzminister. Ottarr Proppe, Vorsitzender der Partei „Bright Future“, übernimmt den Posten des Gesundheitsministers.