Hahnenkamm-Rennen

Ralph Schader führte Promis 30 Jahre lang aufs Glatteis

Gemeinsam Spaß auf dem Eis hatten (v. l.): Eishockey-Gala-Organisator Ralph Schader, DJ Ötzi, Ex-Fußballtrainer Didi Constantini, Sprint-Europameiste­r Andreas Berger und Segel-Doppel-Olympiasieger Hans-Peter Steinacher.
© Schader

Zum letzten Mal organisiert der 54-Jährige die legendäre Eishockey-Gala im Rahmen des Hahnenkamm-Rennens.

Von Miriam Hotter

Kitzbühel –Würde es einen Buchstaben geben, der sich durch das Leben von Ralph Schader zieht, wäre es wohl das „R“. Nicht nur, weil sein Vorname Ralph lautet, sondern weil der 54-Jährige aus Tannheim ein leidenschaftliches Redhaus ist, Radfahren zu seinen liebsten Hobbys zählt und er einen Range Rover fährt. Bald ist er auch Rentner. Zumindest, was seine Tätigkeit als Organisator der alljährlichen Eishockey-Gala angeht. Am 30. Jänner wird er zum 30. und letzten Mal die Promi-Veranstaltung im Rahmen des Hahnenkamm-Rennens ausrichten. „Irgendwann ist es genug. Auch wenn ich die Arbeit gern gemacht habe.“

Als seine Karriere als Organisator der Veranstaltung begann, hat er sich bereits als Stadionmoderator in Innsbruck einen Namen gemacht. Eines Tages, erinnert sich Schader, haben „Kitzbüheler Bekannte“ ihn gebeten, eine sportliche Rahmenveranstaltung während der Hahnenkammwoche zu organisieren. „Es sollte etwas G’scheites sein, nicht wo nur getrunken und gefeiert wird.“ Für Schader kam nur ein Eishockey-Match in Frage, mit „guten Leuten“. Damit meint er Stars aus Musik, Wirtschaft, Sport und Unterhaltung.

Als einer der ersten Promis wagte sich Werbekönig Hart­i Weirather aufs Eis. Dessen Schwager, der ehemalige Skirennläufer Andy Wenzel, kam gleich mit. „Damals fand das Spiel noch im Freiluftstadion am Lebenberg statt.“ Eine Herausforderung, wie sich einige Male herausstellen sollt­e. „Zweimal kam ich wenige Stunden vor Spielbeginn am Stadion an und es lag ein Meter Neuschnee auf dem Eis, nicht einmal die Banden konnte man sehen. Ich dachte, ich muss das Ganze absagen“, erinnert sich Schader. Wäre Kitzbühels Eis-Meister Toni Rieser nicht gewesen, der den Schnee innerhalb weniger Stunden räumte, wäre die Veranstaltung wohl ins Wasser gefallen – eine mittlere Katastrophe. Immerhin steckt nicht nur viel Arbeit hinter der Eishockey-Gala, sondern auch jede Menge Geld. „Der Kostenfaktor beläuft sich zwischen 25.000 und 30.000 Euro.“

Heftiger Schneefall sorgte nicht nur am Stadion für Nervenkitzel, sondern auch auf dem Weg zum Alpengasthof Oberaigen in der Nähe von Rosi’s Sonnbergstuben, wo die Promis nach dem Match den Abend ausklingen ließen. „Einmal, da hatte die Rosi für eine Veranstaltung zeitgleich einen Jaguar-Shuttle organisiert. Auf der Schneefahrbahn sind die Fahrer aber hängen geblieben. Meine Gäste kamen mit ihren Autos nicht an ihnen vorbei. Fast kam es zu einem Handgemenge zwischen den Fahrern und den Sportlern.“

Solche Zwischenfälle seien aber die Ausnahme gewesen. „Wir haben immer viel Spaß gehabt.“ Vor allem auf dem Eis. Für grinsende Gesichter sorgte unter anderem DJ Ötz­i. „Der hat so gerne geraucht, dass er während des Spiels ab und zu an der Bande schnell zwei Züge gemacht hat.“

Dieses Foto aus vergangenen Tagen zeigt Ralph Schader (Mitte) mit Formel-1-Star Gerhard Berger (l.) und Sänger Hias vom Musikantenstadl (r.).
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